Ein zu großer Weihnachtskarpfen, oder die perfekten 20 min am Obersee






Hallo,

heute wollte ich nur ganz kurz mal sehen, wie es am Obersee aussieht.

Ich hatte noch nicht einmal die Kamera ausgepackt und wollte wieder fahren, als ich einen weiblichen Gänsesäger ganz nah am Ufer unter den Weiden jagen gesehen habe und wie er mit etwas ziemlich großen aufgetaucht ist.

Ganz schnell Rucksack runter, Kamera raus und draufgehalten.

Da hatte sich die Gute etwas verschätzt und einen richtig großen Barsch gefangen. Immer wieder versuchte der Vogel den Barsch so zu positionieren, dass er reinpasst. Aber der hat alle Flosssen von sich gespreizt und wollte sich nicht schlucken lassen. 

Währenddessen entfernte sich der Vogel vom Ufer, aber ich habe trotzdem zum Glück mit der Kamera draufgehalten, als plötzlich ein Seeungeheuer von unten kam und den Barsch abjagen wollte.

Ein Kormoran, der vorher überhaupt nicht zu sehen war und wohl lange unter Wasser war, hatte interessanter Weise unterhalb der Wasseroberfläche den Kampf mit dem Barsch mitbekommen und ist zielstrebig hinter dem Gänsesäger aufgetaucht und hatte ihn beinahe erwischt. Der Gänsesäger reagierte aber blitzschnell und in der Aufregung auf der Flucht ist der Barsch dann wohl doch durch den Hals gerutscht. Guten Appetit!

Was für ein Fotografenglück.

LG Holger

Am Feuerdorn




Die Früchte des Feuerdorns werden üblicherweise spätestens Mitte Oktober abgeerntet. Doch erst jetzt, Ende Dezember, wird diese Nahrungsquelle stärker frequentiert. Aktuell bedienen sich bis zu fünf Amseln und zwei Misteldrosseln an den Beeren.  Inzwischen müssen die Vögel auf den dünneren Zweigen balancieren, wobei eine der Amseln kurzzeitig ihr Brustgefieder abspreizte – Balancierhilfe?

Im Übrigen wünsche ich allen Freunden der „Sturmmöwe“ ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2026!

 

MfG

Manfred Kolleck

Greifvögel – Dümmer.

Heute Früh bin ich zum Dümmer gefahren. Die Merlin Sichtung hat mich motiviert, heute in der nördlichen Dümmer Region nach Greifvögeln ausschau zu halten.

Angefangen habe ich kurz vor Sonnenaufgang in den Teichwiesen und konnte den Raubwürger fotografieren, leider nicht im besten Licht.


Danach ging es Richtung Osterfeiner Moor / Heemke / Langenteilen.

Den Merlin konnte ich leider nicht entdecken, den Grund könnt ihr in folgender Collage oben links sehen.


Ein Sikorsky CH-53GA (84+70), zufällig eine Maschine mit Sonderlackierung „53 Jahre CH.53“ flog im Tiefflug rund um den Fliegerhorst Diepholz seine Kreise und sorgte für viel Unruhe in der Vogelwelt.

Trotzdem konnte ich einige Greifvogelarten entdecken, darunter Sperber, Kornweihe, Wanderfalke, Turmfalke, Seeadler und Mäusebussard.

Die Federn scheinen von einer Sumpfohreule zu stammen, die sich (wie wohl häufig passiert) im Stacheldraht verfangen hat. Offensichtlich konnte sich das Tier aber befreien.

Besonders habe ich mich über die Wanderfalken Sichtung gefreut. Das Tier war zwar nie nah genug, aber für eine kleine Collage hat es gereicht.


Allgemein kann man sagen, das die Greifvögel heute eine sehr hohe Fluchtdistanz hatten. Unzählige behutsame Annäherungen mit dem PKW endeten mit Auffliegen schon bei sehr großem Abstand, das kenne ich so extrem eigentlich nicht.

Etwas näher liess mich ein Mäusebussard kommen. Er blieb eine Weile auf dem Weidepfahl sitzen und gab mir Gelegenheit, ihn beim abfliegen zu erwischen.


Deutlich entspannter waren kurz vor der Heimfahrt dann ein weibliches und männliches Schwarzkehlchen.



MfG L.E.