15.04.2026 GT Herzebrock-Heerde

Seeadler auf Gänsejagd: Nördlich des kanalisierten Axtbaches liegt eine ca. 1km² große Ackerfläche, deren bachseitige Fläche eine Feldgrasfläche ist, auf der z.Z. noch eine 250 m² große wassergefüllte Senke besteht. Der angrenzende, höhere Bereich wird seit Jahren als Maisacker genutzt, wie das Umfeld auch. Der Umstand, dass keine Wege in das Gebiet führen und die meist monatelang bestehende Wasserfläche, sorgen dafür, dass hier im Winterhalbjahr diverse Gänsearten (in Summe 30-250 Ind.) ihren Nahrungs- & Ruhebereich haben und auch Kiebitze, Silber- & Graureiher sowie zur Brutzeit ein Rohrweihenpaar in einer kleinen Schilffläche zu sehen sind. Ein Blick über diese Fläche lohnt sich somit meistens – und doch gab es heute eine Überraschung. Bei meiner Ankunft herrschte Aufregung. Das Dutzend brütende Kiebitze war in der Luft, dazu fast alle der 16 Graugänse und 1 Graureiher aufmerksam mit vorgerecktem Hals fliegend, zusammen mit einem der Weißstörche des 2 km entfernten Horstes. Darüber kreisten das ansässige Rohrweihenpaar, 2 Rotmilane sowie 3 Mäusebussarde. War diese ungewöhnliche Greifvogelversammlung der Aufreger? Nein, denn die Erklärung kam hinter dem angrenzenden Feldgehölz hervorgeschossen, auf eine der beiden Rostgänse an der Blänke zu. Ein adulter, voll ausgefärbter Seeadler – hier mitten in der ausgeräumten Agrarlandschaft, fern aller Brutreviere. Es folgte eine rasante Verfolgung im Bogen über das Gebiet über ca. 2 km, bis es der schnelleren Rostgans gelang den Seeadler zwischen einer Gehölzgruppe abzuschütteln. Der Seeadler nahm übergangslos einer der sitzenden 4 Nilgänse auf der Fläche ins Visier und es folgte eine minutenlange Verfolgung in mehreren Runden von etwa 1 km Durchmesser über dem Gebiet. Die Nilgans konnte offensichtlich nicht schneller fliegen als der Seeadler und musste durch Wendigkeit mehreren Zugriffsversuchen entgehen, unternahm aber überraschenderweise kein Versuch zwischen/in die Gehölze zu entkommen oder in den „Erlentunnel“ des Axtbaches oder tauchend im Bach selber (auf Gewässern öfter zu sehen) zu entkommen. Letztendlich gelang dem Seeadler die sichtlich ermüdete Nilgans in der Luft von hinten zu greifen. Interessant war auch, dass das Nilganspaar mit seinen kleinen Jungen an der völlig offenen Blänke und neben der attackierten Rostgans gänzlich unbeachtet blieb. Bemerkenswert war zudem, wer sich während der Seeadlerattacke ruhig und wenig beeindruckt verhielt. Die anwesenden Kanadagänse schauten nur bei nahen Überflügen auf und grasten ansonsten weiter, die vorher verfolgte Rostgans setzte sich wieder an die Blänke, ebenso der Graureiher, die Graugänse und Kiebitze. Die verbliebenen Greifvögel und der Weißstorch blieben in der Luft über dem Geschehen. Eine spannende Viertelstunde!

Michael Pieper

 

Genialer Tag im Ochsenmoor!

Vorgestern im Enger Bruch einen Foto-Kollegen aus Herford getroffen und beiläufig über den Dümmer gequatscht. Da ihm die Möglichkeit fehlt, da mal eben hinzudüsen, sprach ich die Einladung zu einer gemeinsamen Tour mit Marcel und mir aus.

Ganz spontan organisiert ging es dann gestern zu dritt ins Ochsenmoor.

Wir hatten einen wirklich genialen Tag mit Mega Bobachtungen und vielen, vielen tollen Fotos.

Die Speicherkarten meiner Kollegen glühen heute Morgen sicher immer noch! 😁

Von Arten wie Rohrschwirl, Blaukehlchen, Schwarzhalstaucher, usw. sind leider nur Belegaufnahmen entstanden. Siehe ornitho.de

Dafür haben sich aber wieder andere gefiederte Freunde präsentiert, wie gleich zu Anfang diese Wiesenschafstelze.


Einen Wiesenpieper konnte ich im Abflug erwischen.


Massen von Schilfrohrsängern im Gebiet, selten zeigten sie sich so offen wie dieses Exemplar hier.


Am Südturm sind die Rauchschwalben wieder aktiv, da waren schöne Flugaufnahmen möglich.


Der Fischadler Horst nahe der ökologischen Station ist dieses Jahr wieder besetzt!

Es wird fleißig Nistmaterial eingeflogen.


Und bei dem herrlich warmen Wetter gestern, waren die Ringelnattern auch wieder sehr aktiv.


Viele bekannte und neue Gesichter getroffen. Tolle Gespräche und Austausch von Infos & Tipps rundeten diesen gelungenen Tag ab!


MfG L.E.

P.S. Ich setze meinen Beitrag unter den von Michael Pieper, damit seine coole Story nicht automatisch nach unten verschoben wird.

Baumpieper zurück



Bei einem Gang durch das NSG Hörster Feuchtwiesen bei Halle sangen heute die ersten Baumpieper sowie ein Gartenrotschwanz. Über die Wiesen flogen etliche Aurorafalter, die Männchen sind richtige „Hingucker“-Schmetterlinge mit ihren prächtigen Farben. Zum Glück gibt es noch Wiesen mit Wiesenschaumkraut, an deren Blüten die Falter reichlich Nektar finden. Auch ein Großer Fuchs, schon recht ausgeblichen, zeigte sich in der Sonne. 

A. Bader

Naturschutz-Team Gütersloh e.V. — Live dabei auf der Großen Wiese

Das Naturschutz-Team Gütersloh e.V. hat eine neue Internetseite mit vielen Informationen und Live‑Kameras: eine Kamera richtet sich direkt auf ein Storchenhorst, eine weitere in die Blänke. Das Gebiet liegt auf der sogenannten Großen Wiese an der Paderborner Straße / Ecke Siekstraße (Weg von Friedrichsdorf nach Verl).

Der Aussichtspunkt befindet sich in der Siekstraße auf der rechten Seite und bietet von dort aus eine sehr gute Beobachtungsmöglichkeit mit dem Fernglas. Am Aussichtspunkt ist ein QR‑Codeangebracht, der Sie mit dem Handy direkt zur Live‑Kamera führt, sodass Sie in Echtzeit ins Nest sehen können.

Zur Website und den Kameras: naturschutzteam.de

Besuchstipp: Mit dem Fahrrad anreisen, Fernglas mitbringen, ruhig verhalten und die Natur aus sicherer Entfernung genießen.

Viele Grüße Heinz 

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Ochsenmoor – 11.04.2026

Wieder ein herrlicher Tag am Dümmer! Tolle Beobachtungen, super nette Leute und eine grandiose Fotoausbeute.

Die Sonne erfreute nicht nur die Menschen, auch die Vögel sonnten sich im Ochsenmoor und tankten Energie. Wie z.B. diese männliche Rohrammer.


Die Beine des Rotschenkel leuchteten einem schon aus großer Entfernung entgegen!


Bei den Uferschnepfen war „rausputzen“ angesagt.


Schliesslich galt es bei den Weibchen gut anzukommen!

Erfolgreich!! 😍

Eine weibliche Löffelente liess sich inspirieren und pflegte ebenfalls ihr Gefieder.

Dieser Schnabel, einfach irre!

Die Ringelnattern waren ebenfalls zu beobachten, allerdings nur die Männchen und deutlich weniger aktiv.


MfG L.E.

Dümmer



Neben den fantastischen Arten, die wir hier schon oft bewundern konnten, waren gestern die Kolkraben besonders auffällig. Sicher mehr als 50 Individuen waren unterwegs, darunter ein Exemplar, das gegenüber Passanten recht tolerant, beinahe neugierig wirkte. Nach einer Weile flog der Rabe – offenbar gesund- schließlich davon.

Silbermöwen – oder doch nicht?



Beim Sichten meiner Fotos sind mir Zweifel gekommen, ob die von  mir vom Hücker Moor gemeldeten Möwen tatsächlich Silbermöwen waren. Leider waren die Möwen so weit entfernt, dass ich mit meiner Kamera keine besseren Fotos machen konnte. Aber die Beine sehen mir nicht fleischfarben sondern eher gelb aus. Mittelmeermöwen?

Vielleicht kann jemand trotz der schlechten Bildqualität helfen.

Viele Grüße

Gisbert Hänsel

 

Fischadler und mehr am Hücker Moor

Heute vom Bruchweg aus (südlich des Hücker Moors) u.a. gesehen: 1 Fischadler auffliegend und schnell hinter den Bäumen in Richtung NO verschwindend, 2 Höckerschwäne auf dem Wasser, ein weiterer auf einem Feld südöstlich vom Moorsee. Auf der gegenüberliegenden Seite vom See auf bzw. über einem Feld 1 Weißstorch, 2 Silbermöwen, 6 Mäusebussarde (1 mit grüner Flügelmarke), 1 männliche Rohrweihe und 1 Schwarzmilan.

Viele Grüße

Gisbert Hänsel