Lachmöwe als Fischfängerin




Heute konnten Dieter Kunzendorf und ich im Stadtgebiet von Paderborn neben einer Wasseramsel, einem Eisvogel und einer Gebirgsstelze Lachmöwen bei der erfolgreichen Jagd auf kleine Fische beobachten. Dabei führten zwei Strategien zum Erfolg:

1. Die Möwe steht im Gewässer und tritt mit ihren Füßen abwechselnd auf den Boden (sog. „Tippeln“), erzeugt dabei kreisförmige Wellen und scheucht Beutetiere auf (Bild 1). Diese werden optisch erfasst, dann erhebt sich die Möwe blitzschnell aus dem Wasser, stößt durch die Wasseroberfläche und erbeutet den Fisch.

2. Die Möwe bewegt sich auf dem Wasser schwimmend vorwärts und beäugt hierbei ständig den Gewässergrund. Wenn kleine Fische durch den Schatten der Möwe aufgescheucht werden, läuft das Verfahren wie unter 1. beschrieben ab. Bild 4 zeigt eine Lachmöwe mit erbeutetem Fisch.

MfG

A. Bader

Schneeammer noch vor Ort



 

Schneeammer Flugplatz Windelsbleiche noch vor Ort

 

Guten Morgen,

 

heute morgen konnte ich erneut die Schneeammer beobachten. Wieder der gleiche Sandweg und fast die gleiche Stelle wie am Sonntag.

 

Gestern dagegen hatte ich kein Glück, wie andere Ornithologen, die inzwischen ihr Glück versucht haben, leider auch nicht.

 

Heute morgen saß sie um 8.30 Uhr an der beigefügten Fundstelle.

 

Das Licht war zum Fotografieren nur mäßig, daher seht es nur als Belegfoto für heute an.

 

Viele Grüße und wer sein Glück versucht, viel Erfolg beim Sichten.

 

Claudia

 

 

Rebhuhnnachwuchs und eventl. Berghänflinge in der Innenstadt

Hallo,

heute konnte ich eine Kette Rebhühner an der Wittebreite entdecken. Ich denke, es waren 8 oder 9, die sich in eine Bodenkuhle geduckt hatten.

Zur Brutzeit konnte ich dort auf einem Grünlandbereich neben dem Hof zweimal ein Paar entdecken und habe daraufhin die Mutter des Landwirtes gebeten, die Fläche erst sehr spät zu mähen, was dann auch passiert ist. Ob sie dort wirklich gebrütet haben, kann ich nicht genau sagen, aber an dieser Stelle vielen Dank dafür. Ich finde es toll, dass die Art doch noch nicht ganz aus Bielefeld verschwunden ist und hoffe, dass sich die Nachkommen dann vielleicht auch wieder auf der anderen Seite der Babenhauserstraße sehen lassen 😉

Gestern habe ich in der Dämmerung mitten in der Innenstadt an der Ecke Mercatorstraße-Friendenstraße einen Trupp Finken mit langem gegabeltem Schwanz fliegen sehen und vor allem hören. Sie flogen mehrfach um die Häuser. Der Ruf war zwischen Bluthänfling und Birkenzeisig und klang recht "metallisch". Leider hatte ich nur das Handy zur Hand, konnte damit allerdings noch Aufnahmen machen. Berghänflinge erwartet man eher an der Küste, aber dort suchen sie auch manchmal Schlafplätze an Gebäuden in Großstädten wie HH oder HB in der Innenstadt auf. Also, bitte beim nächsten Gang auf den Weihnachtsmarkt mal drauf achten. Würde mich freuen, wenn

sich das bestätigen ließe. Die Aufnahmen und Details unter: https://www.ornitho.de/index.php?m_id=54&mid=520140

LG Holger

Waldsaatgans anerkannt

Die Waldsaatgans, die Thomas Garczorz am 24. November 2019 bei Lage-Müssen LIP entdecken und fotografieren konnte, ist von der Avifaunistischen Kommission der NWO anerkannt worden.
Das gab diese heute auf ihrer Homepage bekannt.
Es ist erst die zweite Waldsaatgans in Ostwestfalen nach der ersten im März 2010.
Glückwunsch dem Entdecker!
Eckhard Möller

Schneeammer auf Flugplatz Windelsbleiche


Schneeammerbesuch Flugplatz Windelsbleiche
 
Bereits gestern morgen fiel mir ein Vogel mit seinem Ruf und mit seinem für mich unbekannten Flug- und Landeverhalten auf dem nebelverhangenen Flugplatz auf.
 
Ich dachte erst, den finde ich nie, bis ich fast draufgetreten wäre. Er saß völlig frei in einem Grasbüschel auf einem Sandweg und ließ mich zuerst auf ca. 10m herankommen, zuletzt sogar auf ca. 5m. Möglicherweise hätte ich noch näher auf ihn zukommen dürfen, ich wollte ihn aber nicht stören. Er ließ sich von mir nicht von seiner Nahrungssuche abhalten. Trotz der Nähe waren die Fotos aber nur als Belegfotos geeignet, die Lichtverhältnisse waren doch sehr mäßig.
 
Heute morgen, nach einer frostigen Nacht, habe ich ihn schon nicht mehr erwartet, da auch der Sandweg hartgefroren war. Auf einmal hörte ich aber seinen Ruf und er landete dankenswerter Weise wieder nah eines Weges. Das Tier ist das Gegenteil von scheu, aber hervorragend getarnt. Es lässt selbst Hunde auf wenigen Metern Entfernung vorbei laufen. Genau diese Hunde erschwerten dann aber leider doch das Fotografieren, weniger die Hunde als die dazugehörigen Silhouetten der Menschen, die die Ammer dann doch öfter aufschreckten und weiterhüpfen ließen. Ich wollte ihn auch nicht hochschrecken und habe ihn bei immerhin deutlich besserem Licht von einem Weg aus recht gut fotografieren können. Zwei dieser Bilder füge ich einmal anbei.
 
Somit ein schönes unerwartetes Erlebnis. Meine letzte und erste Schneeammer hatte ich bei einem Biostationsausflug auf Helgoland, die saß auch als Glücksfall völlig frei auf einem Zaunpfahl und ich habe sie damals auch erst im letzten Augenblick entdeckt, ähnlich zu der Situation gestern und heute. Ab und an entdeckt man doch noch etwas Neues und es lohnt, immer eine Kamera dabei zu haben.
 
Viele Grüße und einen schönen 1. Advent
 
Claudia