Das Liebesleben der Kernbeißer!

Die Kernbeißer führen eine monogame Brutehe, welche wohl über mehrere Jahre hinweg hält.

Heute waren gleich 2 Paare an den Futterstellen, wobei eines davon dominierte und das andere immer wieder von den Futterstellen wegjagte.

Das Weibchen saß stets etwas abseits und stiess ununterbrochen ihren recht unscheinbaren Ruf aus.

Das Männchen wirkte davon unbeeindruckt und labte sich an den Sonnenblumenkernen.

Tatsächlich flog er dann aber schnurstracks zu der Dame seines Herzens und überreichte die von den Schalen befreiten Kerne! 💘💘💘


Was für ein netter Kerl er doch ist! 😉


MfG L.E.

Keine Wanderfalken ?

Die Vogelwelt ist immer für eine Überraschung gut.
Bekanntlich brüten an dem EMR-Gebäude seit Jahren die Wanderfalken. Speziell für diese seltenen Greifvögel ist an der Außenfassade ein Nistkasten angebracht. Heute wollte ich danach gucken. Dort schien es erst keinerlei Aktivitäten zu geben. Enttäuscht wollte ich mich wieder davon machen. Plötzlich lugte dann doch etwas um die Ecke. War aber kein Wanderfalken. Kurzzeitig war dann auch hier ein Jungvogel zu erkennen.

Silberreiher – Typ Modesta.

Heute im Enger Bruch min. 3 Silberreiher, ganz hinten auf der Kranichwiese.

1 Exemplar mit stark ausgeprägten Schmuckfedern, was meine Aufmerksamkeit weckte.

Schnell mal draufgehalten und die Fotos geprüft. Scheint sich wohl um einen Typ Modesta zu handeln.


Limikolen gab es auch wieder zu bestaunen, hier mal eine kleine Collage aus den Belegfotos:

FlussregenpfeiferBruchwasserläufer
KampfläuferGrünschenkel


MfG L.E.

Kurz mal in’s Bruch.

Die „Wetterlotterie“ wusste heute mal wieder nicht was Phase ist…

Als dann die Sonne rauskam, schnell eine Runde ins Enger Bruch.

Direkt einen neuen Fotografen-Kollegen kennengelernt, Gruß an Christian!


Die Rauchschwalben drehen fleißig ihre Runden und es wird Baumaterial von der Kranichwiese geholt.


Ich hatte nicht damit gerechnet, aber das Stockenten Paar hat immer noch alle 13 Pullis im Schlepptau!


Die Goldammern werden langsam etwas weniger scheu, da die Reviere verteidigt werden müssen, sie fangen auch endlich an zu singen.


Diesen kleinen Flieger musste ich einfach ablichten. Ein Wollschweber suchte bei der Brücke Nahrung an kleinen Blüten.


MfG L.E.

15.04.2026 GT Herzebrock-Heerde

Seeadler auf Gänsejagd: Nördlich des kanalisierten Axtbaches liegt eine ca. 1km² große Ackerfläche, deren bachseitige Fläche eine Feldgrasfläche ist, auf der z.Z. noch eine 250 m² große wassergefüllte Senke besteht. Der angrenzende, höhere Bereich wird seit Jahren als Maisacker genutzt, wie das Umfeld auch. Der Umstand, dass keine Wege in das Gebiet führen und die meist monatelang bestehende Wasserfläche, sorgen dafür, dass hier im Winterhalbjahr diverse Gänsearten (in Summe 30-250 Ind.) ihren Nahrungs- & Ruhebereich haben und auch Kiebitze, Silber- & Graureiher sowie zur Brutzeit ein Rohrweihenpaar in einer kleinen Schilffläche zu sehen sind. Ein Blick über diese Fläche lohnt sich somit meistens – und doch gab es heute eine Überraschung. Bei meiner Ankunft herrschte Aufregung. Das Dutzend brütende Kiebitze war in der Luft, dazu fast alle der 16 Graugänse und 1 Graureiher aufmerksam mit vorgerecktem Hals fliegend, zusammen mit einem der Weißstörche des 2 km entfernten Horstes. Darüber kreisten das ansässige Rohrweihenpaar, 2 Rotmilane sowie 3 Mäusebussarde. War diese ungewöhnliche Greifvogelversammlung der Aufreger? Nein, denn die Erklärung kam hinter dem angrenzenden Feldgehölz hervorgeschossen, auf eine der beiden Rostgänse an der Blänke zu. Ein adulter, voll ausgefärbter Seeadler – hier mitten in der ausgeräumten Agrarlandschaft, fern aller Brutreviere. Es folgte eine rasante Verfolgung im Bogen über das Gebiet über ca. 2 km, bis es der schnelleren Rostgans gelang den Seeadler zwischen einer Gehölzgruppe abzuschütteln. Der Seeadler nahm übergangslos einer der sitzenden 4 Nilgänse auf der Fläche ins Visier und es folgte eine minutenlange Verfolgung in mehreren Runden von etwa 1 km Durchmesser über dem Gebiet. Die Nilgans konnte offensichtlich nicht schneller fliegen als der Seeadler und musste durch Wendigkeit mehreren Zugriffsversuchen entgehen, unternahm aber überraschenderweise kein Versuch zwischen/in die Gehölze zu entkommen oder in den „Erlentunnel“ des Axtbaches oder tauchend im Bach selber (auf Gewässern öfter zu sehen) zu entkommen. Letztendlich gelang dem Seeadler die sichtlich ermüdete Nilgans in der Luft von hinten zu greifen. Interessant war auch, dass das Nilganspaar mit seinen kleinen Jungen an der völlig offenen Blänke und neben der attackierten Rostgans gänzlich unbeachtet blieb. Bemerkenswert war zudem, wer sich während der Seeadlerattacke ruhig und wenig beeindruckt verhielt. Die anwesenden Kanadagänse schauten nur bei nahen Überflügen auf und grasten ansonsten weiter, die vorher verfolgte Rostgans setzte sich wieder an die Blänke, ebenso der Graureiher, die Graugänse und Kiebitze. Die verbliebenen Greifvögel und der Weißstorch blieben in der Luft über dem Geschehen. Eine spannende Viertelstunde!

Michael Pieper

 

Genialer Tag im Ochsenmoor!

Vorgestern im Enger Bruch einen Foto-Kollegen aus Herford getroffen und beiläufig über den Dümmer gequatscht. Da ihm die Möglichkeit fehlt, da mal eben hinzudüsen, sprach ich die Einladung zu einer gemeinsamen Tour mit Marcel und mir aus.

Ganz spontan organisiert ging es dann gestern zu dritt ins Ochsenmoor.

Wir hatten einen wirklich genialen Tag mit Mega Bobachtungen und vielen, vielen tollen Fotos.

Die Speicherkarten meiner Kollegen glühen heute Morgen sicher immer noch! 😁

Von Arten wie Rohrschwirl, Blaukehlchen, Schwarzhalstaucher, usw. sind leider nur Belegaufnahmen entstanden. Siehe ornitho.de

Dafür haben sich aber wieder andere gefiederte Freunde präsentiert, wie gleich zu Anfang diese Wiesenschafstelze.


Einen Wiesenpieper konnte ich im Abflug erwischen.


Massen von Schilfrohrsängern im Gebiet, selten zeigten sie sich so offen wie dieses Exemplar hier.


Am Südturm sind die Rauchschwalben wieder aktiv, da waren schöne Flugaufnahmen möglich.


Der Fischadler Horst nahe der ökologischen Station ist dieses Jahr wieder besetzt!

Es wird fleißig Nistmaterial eingeflogen.


Und bei dem herrlich warmen Wetter gestern, waren die Ringelnattern auch wieder sehr aktiv.


Viele bekannte und neue Gesichter getroffen. Tolle Gespräche und Austausch von Infos & Tipps rundeten diesen gelungenen Tag ab!


MfG L.E.

P.S. Ich setze meinen Beitrag unter den von Michael Pieper, damit seine coole Story nicht automatisch nach unten verschoben wird.

Baumpieper zurück



Bei einem Gang durch das NSG Hörster Feuchtwiesen bei Halle sangen heute die ersten Baumpieper sowie ein Gartenrotschwanz. Über die Wiesen flogen etliche Aurorafalter, die Männchen sind richtige „Hingucker“-Schmetterlinge mit ihren prächtigen Farben. Zum Glück gibt es noch Wiesen mit Wiesenschaumkraut, an deren Blüten die Falter reichlich Nektar finden. Auch ein Großer Fuchs, schon recht ausgeblichen, zeigte sich in der Sonne. 

A. Bader