Bei dem warmen Wetter sind die Teichfrösche am Dümmer so richtig in Balzlaune. In den Gräben am Aussichtsturm-Ochsenmoor balzen ein paar dutzend Teichfrösche und vollführen spektakuläre Verfolgungsjagden. Zwischen den blühenden Wasserfedern ein herrlicher Anblick und ein ohrenbetäubendes Klangerlebnis.
Hier habe ich in meiner Jugend große Erfolge gefeiert. Zum Beispiel das 0:15 in einem spannenden Pokalkrimi gegen Arminia.
Heute wollte ich hier nach besonderen Vögeln lauschen und habe mir gedacht, dass es am frühen Pfingstsonntag Morgen sehr ruhig ist. Irrtum! Um halb 8 begann der Landwirt nebenan mit einem großen Trecker die Wiese zu mähen.
Ich habe den Sportplatz einmal sehr langsam umrundet, aber leider nichts außergewöhnliches feststellen können. Bezüglich der interessanten Rufe die Sabine hier kürzlich gehört hat, kann ich also nur mutmaßen. Der junge Grünspecht den ich gesehen habe? Eine Singdrossel? Wer sehr gerne Ornis zum Narren hält ist der Eichelhäher. Oder es war tatsächlich eine Rarität die hier kurz gerastet hat…
An mehreren gefüllten Brutröhren meines kleinen Bienenhotels machte sich heute eine Schlupfwespe, vermutl. Dolichomitus sp., zu schaffen. Zunächst wurden die Röhren mit den Fühlern inspiziert, um danach den haardünnen Legestachel in geschickter Weise in diese einzuführen. Faszinierend, wie dieses schlanke Insekt den Legestachel applizieren kann! Nach vollbrachter Tat wurde das „Tatwerkzeug“ wieder im passenden „Futteral“ verpackt. Es bleibt abzuwarten, was sich letztlich in den Röhren entwickelt!
Ein paar Eindrücke vom Abend im Enger Bruch. Schwan und Nutria verstanden sich nicht besonders gut. Die Kiebitze konnten wir mit ihrem Jungen auf der Wiese beobachten. Die Lichtnelken tauchen die ganze Wiese in Rosa. Der Regenbogen rundete den Abend wunderbar ab.
Es grüßt Anneliese
Da jetzt am Wochenende rund um den Dümmer wohl buchstäblich „Die Hölle“ los sein wird, sind wir heute recht früh losgefahren und haben ein wenig im Ochsenmoor fotografiert.
Heftig, wie hoch der Bewuchs schon ist, aber Gräben, Wasserflächen und die vielen Zaunpfähle, sind ein Garant für schöne Beobachtungen und natürlich auch Fotos.
Die direkt am Graben der Einbahnstraße brütenden Höckerschwäne haben Nachwuchs.
Da kann man nun wirklich nicht von „hässlichen Entlein“ sprechen!
Auch schön zu fotografieren, sind die Schafstelzen, welche auf den Blättern der gelben Teichrose nach Nahrung ausschau halten.
Überall sieht man Blessrallen-Nachwuchs, der von den Altvögeln liebevoll gefüttert wird.
Schilfrohrsänger präsentieren sich auch abseits der Schilfbestände und tragen Ihren abwechslungsreichen Gesang vor.
Die Rohrammer Männchen pflegen ihr Prachtkleid, um bei den Damen gut anzukommen!
Ein wirklich herrlicher Tag am Dümmer!
Nur auf die Mückenstiche im Garten der Ökologischen Station, bei dem (erfolgreichen) Versuch eine Belegaufnahme vom Gelbspötter zu bekommen, hätte ich verzichten können!! 😉
Liebe Grüße nochmal an Andreas Bader und die vielen anderen Menschen, die wir heute wieder getroffen haben.
Gestern auf der Exkursion des Nabu haben wir vergeblich den Sumpfrohrsänger gesucht, der ist gleich mit vier Sängern heute Nacht eingeflogen und sang an allen gewohnten Stellen.
Schade für die Exkursionsteilnehmer. Aber wer den hören will:
Die nächsten Tage lohnt das Gebiet auf alle Fälle.
Hallo, ich habe eben am Sportplatz in Dornberg (Bipa-Arena Kirchdornberger Straße) einen mir völlig neuen aber sehr markanten Vogelgesang/ruf gehört. Ich hatte leider kein Aufnahmegerät dabei und versuche mich jetzt mal lautmalerisch, auch wenn’s peinlich wird.
Es war so ein „pock-kriiiieh“, also am Anfang ein sehr kurzer Laut wie pock oder pack oder clock, der genau wie ein Schnalzen klang (oder ein klein bisschen wie ein einzelner Gack-Laut von einem Huhn, wenn es anfängt zu gackern, aber etwas kürzer). Direkt danach ohne Pause dann das „krieeeh“ oder „prrrr“ oder „trrr“, eine Art Triller, eher hell und ungefähr so lang wie ein Buntspechtklopfen. Der Vogel hat diese Kombi mehrfach gerufen, aber ohne bestimmten Rhythmus, d.h. die Pausen zwischen den Rufen waren mal ziemlich kurz, mal etwas länger, wobei er sich langsam entfernt hat. Sie ertönten von oben aus den Bäumen.
Das Habitat ist „ganz normal“, um den Sportplatz rum ist ein breiter Gürtel aus Büschen und Bäumen, drumrum dann Wiesen und Felder. Keine sehr alten Bäume, keine Nadelbäume, kein Gewässer in der Nähe oder so. Vielleicht habe ich ja Glück und jemand erkennt in meinen kryptischen Beschreibungen ertwas wieder. 🙂
heute fand die Nabu-Exkursion bei Meyer zu Müdehorst an der Schröttinghauserstraße in Bielefeld statt.
Die Exkursion war extrem gut besucht. Ca. 30 Leute wollten die Weißstörche am Hofcafe und weitere Vögel der halboffenen Landschaft sehen und hören.
Trotz der sehr großen Gruppe konnten einige tolle Beobachtungen gemacht werden, auch wenn einige Sänger kaum bis nicht vorführbar sich doch lieber zurück gehalten haben.
Insgesamt war es aber eine schöne Exkursion bei der gerade am Anfang der Nachwuchs dieses Jahres faszinierte:
Gartenbaumläufer mit Jungen, Blässrallen mit Jungen und natürlich als Highlight die Störche auf dem Horst, welche gefüttert wurden.
Es sind zwei Jungstörche, die einen guten Eindruck machten und inzwischen nicht mehr Schnabel zu Schnabel gefüttert wurden, sondern die Altstörche, würgen die Beute in das Nest und die beiden bedienen sich.
Zu den Highlights gehörten ein recht neuer Brutvogel Bielefelds, der Neuntöter und ein die Beobachtung eines Grauschnäpppers. Leider sang der Gelbspötter nur ganz kurz an. Die Kolkraben zeigten sich prima und am Schluss gab es noch ein schwärmendes Bienenvolk.
Insgesamt war die Artenliste ordenlich:
Stockente
Fasan
Mäusebussard
Turmfalke
Blässralle
Kiebitz
Ringeltaube
Mauersegler
Buntspecht
Grünspecht
Bachstelze
Zaunkönig
Rauchschwalbe
Mehlschwalbe
Singdrossel
Amsel
Hausrotschwanz
Rotkehlchen
Gartengrasmücke
Dorngrasmücke
Mönchsgrasmücke
Zilpzalp
Gelbspöter
Grauschnäpper
Blaumeise
Kohlmeise
Schwanzmeise
Kleiber
Gartenbaumläufer
Neuntöter
Elster
Rabenkrähe
Kolkrabe
Star
Haussperling
Buchfink
Stieglitz
Grünfink
Auf der Vorexkursion sind noch Bluthänfling, Gartenrotschwanz, Wintergoldhähnchen, Goldammer und Baumfalke im Gebiet gewesen, welche nicht entdeckt werden konnten.
Insgesamt aber doch erfolgreich mit vielen tollen Arten.
LG Holger
Dr. Holger Bekel-Kastrup Dipl. Biol., Dipl. Inform. Kahler Krug 11 33739 Bielefeld Tel: 0521-3937745 mail: holger.bekel@uni-bielefeld.de
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