Teil 2

Aber der Tag war noch nicht vorbei. Nachdem uns ein paar schöne Bilder der Gebirgsstelzen gelungen sind, entschieden wir uns für einen kleinen Gang entlang der Werre. Und das nicht ohne Erfolg: Angefangen mit einer kleinen Gruppe von Nilgänsen.

Und dann ein kleines Highlight des Tages: Ein überfliegender Baumfalke.

Überraschend häufig konnte ich diesen flinken Falken in letzter Zeit in der Region beobachten.

Nach dem kleinen Gang ging es erneut zu den Gebirgsstelzen. Diese spielten jedoch nicht mehr so mit wie zuvor und waren meist weiter entfernt auf Nahrungssuche. Aber was solls. Die Akustik durch das Plätschern der Werre und der Gesang der Vögel bot einen ruhigen Ort zur Entspannung.

Doch dann war die Aufregung groß. Was war das? Weit entfernt von uns saß ein starengroßer Vogel auf den Steinen im Wasser. War das nun etwa doch die lang gesuchte Wasseramsel?

Sehr ihr auch eine gewisse Ähnlichkeit 😉 ?

Leider nein! Es war ein Eisvogel, welcher augenscheinlich die Steine anstelle von Ästen nutzte, um Fische zu erbeuten. Ich habe ja schon häufiger Eisvögel beobachten können, aber dieses Verhalten war mir auch neu. Vielleicht ja ein unerfahrener Jungvogel, welcher noch an der richtigen Technik feilen muss. Eine wirklich interessante Beobachtung und der perfekte Abschluss für die Tour.

Spannende Beobachtungen mit Gebirgsstelze und Eisi (Teil 1)

Die Fototour liegt zwar schon ein paar Tage zurück, aber dennoch wollte ich euch davon berichten. Ich hoffe ihr seht mir dies nach. Zusammen mit dem netten Matthias Seidel aus Bad Salzuflen ging es zuerst zur Brausemühle nach Kirchlengern. Ziel war natürlich, manche ahnen es vielleicht schon, der Eisvogel.

Allerdings gab es anfangs bis auf ein paar wenige Sichtungen keinen großen Erfolg. Doch dann trafen wir auf Peter Schubert, welcher in Begleitung zweier Fotografinnen (liebe Grüße an Simone) ebenfalls auf den Eisvogel gehofft hatte.

Bis auf dieses Belegbild sind leider keine weiteren Aufnahmen geglückt.

Dafür gab es eine andere (nicht ornithologische) Beobachtung, welche die Gruppe ins Staunen versetzte: Eine riesige Drohne, welche vermutlich zur Vermessung von Geologen genutzt wurde.

Was ein Monster!

Danach ging es weiter an die Werre. Die Meldung einer Wasseramsel vor ein paar Wochen motivierte mich dazu, mal wieder nach längerem im Gebiet vorbeizuschauen. Die Bedingungen vor Ort sahen perfekt aus, da der Wasserstand nicht allzu hoch war und viele Möglichkeiten zum Sitzen und Jagen durch freiliegende Steine geboten wurden. Doch nach langer Nachsuche mussten wir feststellen, dass die Wasseramsel vermutlich nicht da, bzw. möglicherweise abgewandert ist. Schade :/

Dafür konnten wir eine Familie von Gebirgsstelzen beobachten, welche sehr mobil unterwegs waren und auch mit etwas Geduld ein paar schöne Aufnahmen zuließen. Die Mittagssonne spielte uns leider etwas in die Karten. Da wäre sicherlich noch mehr gegangen.

Hier ist ein Jungvogel bei der Nahrungssuche zu sehen.
Und Abflug!

Fischadler am Hücker Moor.

Es ist wirklich jammerschade, das es keinerlei Beobachtungskanzeln oder ähnliches auf der Südseite des Hücker Moores gibt. So hat man fast immer Gegenlicht, was weder beim Beobachten, geschweige denn Fotografieren, besonders angenehm ist.

Noch ärgerlicher ist das, wenn so ein herrlicher Vogel wie der Fischadler vor Ort ist und seine spektakulären Jagdflüge unternimmt. Man muß schon sehr viel Glück haben, das er an den wenigen Stellen runtergeht, wo das Licht „nur“ von der Seite kommt.

Das Glück hatten die Anwesenden Fotografen inkl. mir leider nicht, daher sind die Fotos nicht ganz so schön, wie man sie sich wünscht.

Der Fischadler zog wieder mehrfach seine Kreise, landete aber meist wieder, ohne zu jagen.


Plötzlich schoss er aber doch in Richtung Wasseroberfläche! Der Kormoran dachte wohl, ihm soll die Beute streitig gemacht werden und schlang diese eilig hinunter!!

Hätte der Adler das mal versucht, sein Tauchgang endete ohne Erfolg.

Nach einem abgebrochenen und einem weiteren erfolglosen Versuch, welcher außer Sicht passierte, waren die Mühen dann aber doch von Erfolg gekrönt und er erbeutete einen mächtig großen Fisch. Erst beim zweiten Versuch schaffte er es, aus dem Wasser wieder in die Luft zu kommen.


Leider auch wieder weit weg und dazu die pralle Mittagssonne.

Aber nicht schlimm, am Moor bei sommerlichem Wetter zu sitzen, sich nett zu unterhalten und den Fischadler beobachten war auch wieder sehr schön!

Gruß an alle Mitbeobachter.


MfG L.E.

Würgfalke am Dümmer.

Wie bereits angekündigt, bin ich gestern nochmal in die nördliche Dümmerregion gefahren, um den Würgfalken zu erwischen.

Den ganzen Tag über war geniales Wetter, für das Fotografieren und Beobachten mit dem Fernglas allerdings suboptimal. Es hat geflimmert wie die „Hölle“! 🌞😁

Im Osterfeiner Moor war ich grad mit dem Auto auf der Pirsch um eine Hohltaube zu erwischen.

Man kam sehr nah dran, ich konnte anhalten und wollte grad vorsichtig die Tür öffnen, da fliegt im Augenwinkel ein Greifvogel auf mich zu und dreht dann blitzschnell ab.

Kamera rumgerissen und eine leicht unscharfe Aufnahme von einer (meiner Meinung nach) Wiesenweihe gemacht.


Und wo wir grad bei nicht so scharfen Aufnahmen sind, hier direkt eine Collage mit dem Hauptziel des Tages, dem Würgfalken.

Der Vogel war ~360m entfernt und ich musste den 2x Telekonverter an das 600mm Objektiv anschliessen, um ihn überhaupt halbwegs detailliert abzulichten.

Es hatte wirklich den ganzen Tag gedauert, bis ich ihn ablichten konnte. Eine Sichtung um kurz nach 14 Uhr mit dem Fernglas durch die Windschutzscheibe im „Superflimmern“ hatte mich nicht zufriedengestellt, also bis Abends vor Ort geblieben.

Bei den zahlreichen und super netten Ornis und Fotografen, wurde es einem aber auch nicht langweilig!

Im Gebiet ließen sich auch noch zahlreiche andere Arten beobachten, wie diesen (einer von sehr vielen) Mäusebussard.


Kleinvögel sind natürlich auch reichlich unterwegs, besonders viele Wiesenpieper waren zu sehen.


Auch die Stare sammeln sich in immer größeren Trupps.


In der Dümmerregion breiten sich ebenfalls die Nutrias aus.

Bin mal gespannt, wie sich das Vorkommen auf die ganze „Wasserwirtschaft“ im Gebiet auswirkt.

Alles in allem ein großartiger Tag am Dümmer! Geniales Wetter, tolle Menschen und viele, viele schöne Tiere. Mit dem Highlight des Würgfalken!


MfG L.E. 😃👍

Glück gehabt, Würgfalke im Osterfeiner Moor, Dümmer






Hallo,

auch Andreas S. und ich haben heute ganz früh unser Glück versucht um den seltenen Würgfalken zu entdecken. Wir waren pünktlich da, als sich der Nebel verzog und dann nach kurzer Zeit sauste tatsächlich der Würgfalke flach an uns vorbei in den Norden des Gebietes und war dann wohl erst einmal nicht mehr zu sehen. Zum Glück hatte ich da bereits die Kamera scharf und so gelangen zumindest Belegaufnahmen. Besser lief es dann bei anderen Greifen, wie Rohrweihe und Rotmilan. Da ich noch arbeiten musste, mussten wir früh los und auf dem Rückweg haben wir aber dann doch für einen Vogel gehalten, und Glück gehabt. Ein Merlin saß an der Straße auf einem Busch.

Super Morgen 😊

LG Holger

Wenig Vögel, viel Spinnen



Amseln machten sich lange Zeit rar, jetzt sehe ich wieder öfter einige im Garten. Dafür aber viele Spinnen, vor allem Kreuzspinnen. Gestern und heute hatte ich das Glück, einen Begattungsvorgang bei einer Gartenkreuzspinne live mit zu verfolgen. Eine wahnsinnig interessante Verhaltensweise. Das Gute vorab: Das Männchen hat überlebt, war aber auf seinem Werbefaden ständig auf Rückzug bedacht. Die eigentliche Übergabe eines Samenpaketes in die Samentasche am Bauch des Weibchens erfolgte dann immer mit einem super schnellen Sprung und sofortigem Rückzug. Ein Foto zeigt den Zeitpunkt der Samenübergabe. Das ganze Spektakel hat gestern und heute etwa jeweils 15 Minuten gedauert bis das Weibchen sich wieder zurückzog. 

A. Bader 



Dümmer – 24.09.2026

3 Monate und 14 Tage nicht mehr am Dümmer gewesen.

Die Meldung eines „Würgfalken“ (mir eher bekannt als Sakerfalke), überzeugte mich, etwas von dem vergoldeten Benzin zu Opfern und mal wieder hin zu fahren.

Leider hatte ich kein Glück, aber vllt. versuche ich es morgen nochmal.

Bei der Suche nach dem Kollegen entdeckte man dafür einige andere Arten.

So z.B. zwei Kraniche.


Massenhaft im Gebiet, Turmfalken!


Eine riesige Wiese wurde gemäht, das liessen sich die Rotmilane nicht entgehen!


Zwischendrin auch mal eine Ringeltaube. Eigentlich sind die recht scheu dort, aber diese wollte einfach nicht wegfliegen, da hatte sie es sich verdient, abgelichtet zu werden!


Im Nachhinein erst gesehen, wie interessant die Gefiederfärbung ist.

Sehr gefreut habe ich mich über diesen kooperativen Steinschmätzer.


MfG L.E.

P.S. @Ute, wie es scheint, hast du ihn noch erwischt. Glückwunsch!

Vortrag Halle/W. am 29.09.2026

Liebe Birder,

die ältesten bekannten Überreste des „modernen“ Menschen stammen aus Marokko und sind etwa 300.000 Jahre alt. Viel früher setzte die Entwicklung der Vögel auf unserer Erde ein. Die Beziehung zwischen Vögeln und Menschen hat sich im Laufe der Zeit über eine “Jäger-Beute-Beziehung“ zu einer partnerschaftlichen Bindung entwickelt. Die Domestizierung von Hühnern

hat schon vor etwa 10 Tsd. Jahren begonnen. Vögel dienten aber nicht nur als Fleischlieferanten: Im Römischen Reich nutzte man den Orientierungssinn der Brieftauben zur Nachrichtenübermittlung. Die alten Griechen sahen in dem Adler, dem mächtigsten aller Vögel, eine Abbildung ihres Göttervaters Zeus, ein Symbol für Macht und Weitblick. Der Vortrag vermittelt insofern die Entwicklung der Menschen und Vögel auf der Erde, schildert die Faszination, die von Vögeln ausgeht, befasst sich mit Wechselbeziehungen zwischen Kulturen und sog. „Göttervögeln“ und stellt schließlich den Vogelfang früherer Zeiten dem Fang zu wissenschaftlichen Zwecken von heute gegenüber. Auch der Begriff „birding“ wird erläutert, eine Freizeitbeschäftigung, der Millionen von Menschen auf der Erde in allen Kontinenten nachgehen. 

Andreas Bader