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Ornithologischer Sammelbericht 2019 für Lippe erschienen

Ornithologischer Sammelbericht 2019 für den Kreis Lippe erschienen

Ein Bild, das Screenshot enthält.

Automatisch generierte Beschreibung

Rund 17.500 Datensätze wurden ausgewertet, um den Ornithologischen Sammelbericht 2019 zu erstellen, zu dem 170 Melder ihre Beobachtungen beigetragen haben. Der Bericht ist ein Gemeinschaftswerk von NABU Lippe und der Biologischen Station. Er enthält neben Auflistungen von Beobachtungsdaten auch eine Reihe von Belegfotos von bemerkenswerten Arten. Die Ergebnisse vieler wertgebender Arten enthalten Kommentare, die es dem Leser erleichtern, die Daten in einem größeren zeitlichen oder naturschutzfachlichen Kontext einzuordnen.

Das Jahr 2019 war im Kreisgebiet aus ornithologischer Sicht herausragend. Es gab außergewöhnlich viele Meldungen seltener Arten. Ob Zwergschwäne, Steppenmöwe, Raubseeschwalbe, Kiebitzregenpfeifer und Schneeammer in der Weseraue, Uferschnepfen und Weißflügelseeschwalbe in der Rethlage oder Prachttaucher, Bergenten und Trauerenten am Schiedersee (um nur einige Besonderheiten zu nennen) – es verging kaum ein Monat ohne spannende Meldungen. Und auch der Sommer hatte einiges zu bieten: einem singenden Zwergschnäpper bei Barntrup folgten die Riesen: gleich zweimal wurden im Juni Gänsegeier über Lippe fotografisch dokumentiert.

Auch in der Brutvogelwelt tat sich einiges. Erstmals seit 2008 brütete wieder ein Austernfischer-Pärchen in der Weseraue. Im selben Gebiet gab es dann erstmals Bruten von Silbermöwen und Flussseeschwalben – beide Arten mit Bruterfolg.

Im „Binnenland“ gab es dank gezielter Hilfsmaßnahmen erneut zwei Weißstorch-Bruten von „Wildpaaren“. Beim Schwarzstorch hingegen zeichnet sich ein negativer Trend ab. Demgegenüber könnte sich der Wendehals als Klimagewinner erweisen. Häufiger gemeldet wurden erfreulicherweise Kleinspecht, Feldschwirl und Schwarzkehlchen, und offenbar hat es zumindest lokal bei der Mehlschwalbe Zunahmen gegeben. Auch für die Nachtigall war es ein gutes Jahr. Dem stehen Rückgänge bei Turteltaube, Waldlaub­sänger, Saatkrähe, Wiesenpieper, Uferschwalbe, Neuntöter, Birkenzeisig und weiterhin beim Kiebitz gegenüber.

Diese und viele weitere Beobachtungen sind Sammelbericht 2019 in kommentierter Form nachzulesen. Allen Meldern sei herzlich gedankt! Der Bericht steht zum download bereit unter: https://www.biologischestationlippe.de/arbeitsgruppen/ornithologische-ag/sammelberichte/

Holger Sonnenburg

 

Corona-Friedenstaube



Möge dieTürkentaube, die derzeit bei uns in Halle in der Hachhowe unter unserem Dach ein Nest baut, Symbol sein für den Frieden, den das Corona-Virus  mit uns Menschen weltweit schließen möge, damit Angst und Leid bald der Vergangenheit angehören.

Mit freundlichem Gruß

Andreas Bader

 

Starenschwärme Rieselfelder Windel

 

Wie bereits die Vortage versammelten sich gestern Abend gegen 19 Uhr wieder größere Mengen an Staren an den Rieselfelder Windel, vor allem in den dortigen Hochmasten.Ich hatte aber den Eindruck, es waren bereits weniger als vor 3 Tagen.

 

Dieses Mal konnte man sie besser vom Turm an der Buschkampstraße beobachten bzw. vom Anfang der Straße Niederheide. Dort „fielen“ sie für die Nachruhe in die dortigen Schilffelder. 

 

VG

 

Claudia

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lesetipps

Die aktuellen – unerlässlichen – Kontaktverbote bedeuten zum Glück ja nicht, dass Vogelbeobachtung nicht mehr möglich wäre.

Für diejenigen, die trotzdem lieber zu Hause bleiben und gleichzeitig historisch interessiert sind, hier zwei Lesetipps.

Arno Surminski: Die Vogelwelt von Auschwitz, LangenMüller, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-7844-3126-0. Vielleicht haben einige ja Glück, dass der lokale Buchhandel – den man jetzt noch mehr unterstützen muss als in „normalen“ Zeiten – seinen Bestellservice aufrecht erhält. Ansonsten bietet der Verlag auf seiner Website zumindest eine kurze Leseprobe (https://www.herbig.net/fileadmin/herbig/theme/js/pdfjs/web/viewer.html?file=https://www.herbig.net/uploads/tx_magelink/lese_surminski_vogelwelt..pdf).

Surminskis eindrucksvolle Novelle ist inspiriert von der Studie „Beobachtungen über die Vogelwelt von Auschwitz (Ost-Oberschlesien).“, die der bekannte deutsche Ornithologe Günther Niethammer im Jahr 1942 publizierte (https://www.zobodat.at/pdf/ANNA_52_0164-0199.pdf). Niethammer war Mitglied der Waffen-SS und von 1940 bis Ende 1941 Wachmann im Konzentrationslager Auschwitz.

 

Michael Hellwig

Starenschwärme Rieselfelder



 

 

Guten Abend, 

 

die letzten 2 Tage konnte ich wunderbar Starenschwärme in den Rieselfelder Windel beobachten. Das hatten wir in dieser Form lange nicht mehr, ein wunderbares Schauspiel.

 

Anbei drei Fotos, aber nur Screenshots aus den angefertigten Videos, daher in nicht guter Qualität. Aber man erhält einen Eindruck. 

 

Viele Grüße

 

Claudia