Archiv der Kategorie: Birding

„Kleinvieh“ macht auch satt


Heute marschierten 22 Weißstörche über eine Wiese bei Hörste in Halle und erbeuteten überwiegend kleine Grashüpfer. Die Störche waren bei der Hitze ständig mit geöffneten Schnäbeln unterwegs, um Überhitzung zu vermeiden. Gut, dass es noch solche extensiv genutzten Wiesen gibt, leider immer weniger.

A. Bader

HF Schwarzenmoor: Neuntöter

image.png

Seit Anfang Mai haben wir ihn (oft auch gemeinsam) wieder und wieder vergeblich gesucht, am vergangen Dienstag gelang Frank dann endlich die Entdeckung des ortsansässigen Neuntöters in HF Schwarzenmoor in der Nähe der alten Heerstraße. 

Am gestrigen Mittwochnachmittag konnte ich dann ein paar Belegfotos machen und ich meine, neben den 2 adulten Exemplaren auch mindestens einen Jungvogel gesehen zu haben. 
Die Bilder sind leider aufgrund des nicht idealen Sonnenstandes und der Entfernung nicht besonders gelungen, aber zumindest erkennt man die Art (hoffe ich :-)) 
Schön, daß sie noch / wieder da sind! 
Viele Grüße
Uwe

Vogelbeeren ohne Vögel

Die Ebereschen in unserem Garten waren in den vergangenen Jahren oft schon „leergeplündert“, bevor die Beeren richtig rot waren. In diesem Jahr locken sie (wie auch die in der näheren Umgebung) schon seit einiger Zeit strahlend, und trotzdem sind kaum Vögel drin zu sehen.

Ist das nur bei uns so?

 

Michael Hellwig

NSG Steinhorster Becken


Heute Morgen konnte ich bei einem Rundgang um das Steinhorster Becken insgesamt 61 Arten wahrnehmen. Die Schlickflächen sind ideal für verschiedene Limis, doch waren heute „nur“ Kiebitze, Wald-, Bruch- und Flussuferläufer zu entdecken. Die bereits seit Mitte Juli anwesenden Löffler waren auch immer noch im Gebiet (Bild 1). Morgens war der Luftraum erst wie leergefegt, aber gegen Mittag kam die Thermik und damit auch 3 Schwarzstörche unter einigen Weißstörchen, 2 Wespenbussarde und ein Seeadler (Bild 2), der das Gebiet Richtung S überflog.  

Viele Grüße von Simon B.

 

Kuckuck

Am Sonntag mittag war ich mit Freunden aus Berlin im Großen Torfmoor. Vögel standen nicht im Fokus, so dass ich die Kamera nicht dabei hatte. Sonst hätte ich einen seltenen Anblick dokumentieren können. Auf einem kahlen Baum, der etwa 500 bis 600 m westlich vom nordöstlichen Beobachtungsturm ca 50m links vom Wanderweg entfernt steht ,saß ein junger Kuckuck. Da er mir den Rücken zuwandte, musste ich abwarten, bis er den Kopf ins Profil drehte, um ihn sicher vom Sperber abgrenzen zu können. Dann landete ein Wiesenpieper im gleichen Baum auf einem Ast über ihm mit einem großen Insekt im Schnabel. Nach kurzer Bedenkzeit, in der der Kuckuck ihm seinen offenen Schnabel entgegestreckte, hüpfte der Pieper neben den hungrigen Riesen und versenkte das Insekt in dessen Rachen. Gleich darauf demonstrierte der Kuckuck, dass er schon vollkommen „mobil“ war und flog gut 100m weiter mooreinwärts nach Norden in einen Laubbaum. Fütterungen nach Verlassen des Nestes können nach Bauer/Bezzel/Fiedler teilweise noch 4-6 Wochen beobachtet werden. Was ich auch nicht wusste: ich kann gar nicht mit Sicherheit sagen, dass dieser Wiesenpieper zu seinen Zieheltern gehört. Vielleicht kam er nur zufällig vorbei. Die Reizwirkung des großen orangen Rachens ist so stark, dass gelegentlich auch fremde adulte Kleinvögel füttern (müssen). Carsten Cordes