Kategoriearchiv: Birding

Enger Bruch – 16.11.2022




Für ein paar Kameratests ins Enger Bruch.

Ein Fasan (Bild 01) posierte auf der Kranichwiese und ließ sich bei der Gefiederpflege Filmen und Fotografieren.

Das Thema „Pfütze“ spielt nach dem ausgiebigem Regen auch im Bruch eine übergeordnete Rolle.

Überall baden die zahlreichen Goldammern (Bild 02) und auch eine weibliche Rohrammer (Bild 03) nutze das frische Wasser.

Bei der erfolglosen „Jagd“ auf Zaunkönige (Die Lumpen sind einfach sowas von schnell!!), durfte dann eine Blaumeise (Bild 04) auf das Foto. Auch diese turnte ganz schön fix durchs Geäst auf der Suche nach Nahrung.

Den Eisvogel konnte ich auch 2 mal kurz Beobachten, aber dieser „rasende Falke“ wollte nur unscharf auf 3 Bilder einer Serie.

MfG L.E.

Die Dickschnäbeligen




Eigentlich wollte ich gar keine Fotos von den Kreuzschnäbeln mehr einstellen, es gab ja schon reichlich davon. Heute Morgen meinte meine Frau beim Betrachten der Bilder auf dem PC: Die sehen aus wie Papageien und sie hat nicht ganz Unrecht. Die wuchtigen Schnäbel der Kiefernkreuzschnäbel erinnern in der Tat an Papageienschnäbel. Dabei dürfte es sich bei den Vögeln aus zwei Familien um konvergente Entwicklungen handeln. Und ihr fiel weiterhin auf, dass bei verschiedenen Individuen die Kreuzung der Schnäbel unterschiedlich ist: Bei einigen Vögeln liegt der Unterschnabel auf der linken Seite und der Oberschnabel überragt diesen nach rechts. Bei anderen ist es genau umgekehrt. Da stellt sich die Frage, ob das Zufall oder irgendwie genetisch festgelegt ist. Denkbar wäre auch, dass sich die Stellung von Unter- zu Oberschnabel während der Jugendentwicklung beim Bearbeiten der Kiefernzapfen entwickelt. In einigen gebirgigen Gegenden Deutschlands (wo wohl Fichtenkreuzschnäbel vorkommen) soll noch heute folgender Aberglaube kursieren: „Zeigt der Unterschnabel nach links, so gibt`s nur schlecht`s, zeigt er dagegen nach rechts, das Glück es bringts“.

In diesem Sinne Gute Nacht!

A. Bader 

Die berühmte Pfütze






in der Wistinghauser Senne ist zurzeit wohl das begehrteste Kleinstgewässer in der Region! Wenn man weiß, wo sie zu finden ist, kann man fast sicher sein, dort die Kreuzschnäbel anzutreffen, etwas Glück und Geduld vorausgesetzt. In Ergänzung zum Beitrag von L. E. (s. u., viele Grüße) noch einige Bilder von der Fotosession bei schönstem Herbstwetter. Neben den Hauptdarstellern ließen sich auch etliche Greife  (6 Bussarde, 2 Wanderfalken; 1 Rotmilan, 1 Kornweihe) sowie ein Raubwürger  sehen! 

 

MfG

Manfred Kolleck

Wistinghauser Senne – 15.11.2022



Da die „liebe Elke“ die wunderbaren Kreuzschnäbler noch nie gesehen / fotografiert hat und das Wetter heute so schön war, ging es noch einmal in die Wistinghauser Senne.

Heute war dort keine „Kunstaktion“, nur 4 Fotografen (Gruß an Manfred!!), welche die herrliche Stimmung genossen und auf die Vögelchen gewartet haben. 😉

Diese ließen heuer ein wenig auf sich warten, zeigten sich dann aber doch noch.

Sie folgten dem gleichen „Ritual“ wie gestern. Erst in eine der Kiefern landen, dann in die Birke und von dort aus zur Pfütze.

Anbei noch ein paar Fotos.

MfG L.E.

Wistinghauser Senne – 14.11.2022




Spontan einen Besuch in die Wistinghauser Senne gemacht, in der Hoffnung die Kiefernkreuzschnäbel (Bild 01-03) zu entdecken.

Das Glück war uns hold und wir haben die Tiere sehr gut beobachten und auch wunderbar fotografieren können.

Wieder viele nette Gespräche mit Vogelguckern und Fotografen gehabt.

Doch dann wieder so ein Negativmoment…

3 Leute stehen mit genug Abstand zur Pfütze und warten auf die Tiere.

Dann marschiert ein Fotograf zur Pfütze, baut 2 meter davon entfernt sein Tarnversteck auf und dann geht es so richtig zur Sache!

Mit Akkubohrer und Latthammer werden Löcher gebohrt, Äste und Zweige in den Boden gestopft und diese mit Steinen festgeklopft. Der Draht des Weidezauns mit Stöckern hochgedrückt und der Hintergrund von störenden Steinen befreit.

Rücksicht auf anwesende Fotografen / Beobachter / die Tiere….. Fehlanzeige!

Von solchen Fotografen möchte ich mich ausdrücklich distanzieren und kann jeden Vogelbeobachter verstehen, der die Fotografen so manches mal mit Argwohn betrachtet.

MfG L.E.

Beobachtungen





Heute Vormittag
Döhrener Marsch
4 ad. Singschwäne (Foto weit entfernt)
Ilveser Marsch
ca. 3700 Blässgänse, dazwischen vereinzelt Graugänse
Weseraue Diethe/Heimsen
1 Großer Brachvogel (Foto)
Windheim Orstrand
ca. 610 Blässgänse
nördlich Jössen 
ca. 2900 Blässgänse (Foto)
Windheimer Marsch
1 Mantelmöwe
30 Silberreiher (Foto)
5 Singschwäne 2 ad. + 3 diesj. (Foto)
Hans-jürgen Meier

Ausflug nach Münster



Gestern waren wir mit der NAJU Gruppe in den Rieselfeldern. Schon auf der Autobahn konnten wir erste Kranichtrupps entdecken. Den ganzen Tag über zogen Massen  dieser großen Vögel über uns hinweg, Richtung Südwesten. Es waren zigtausend, zum Teil in riesigen Gruppen. Immer wieder konnten wir auch die Rufe der Jungen hören.

Auch die Vögel im Gebiet meinten es gut mit uns und präsentierten sich im Sonnenschein. Neben Zwergtaucher und Bekassine (Fotos) zeigten sich Bartmeisen, Eisvögel, Steinkauz, Wanderfalke und vieles mehr.
Ein wunderbarer Ausflug 
bei überragendem Wetter!
Dirk Wegener 

Dümmer 11.11.2022 – zum zweiten




Wie Lars schon berichtet hatte: Nette Begegnung von Vogelguckern in der Hütte am Osterfeiner Moor. Es hatte sich gelohnt an diesem Tag zu dieser Stunde: Etwa 120 Pfeifenten waren zu bestaunen. Pfeifenten sind in Deutschland fast ausgestorben. Laut Brutvogelatlas ADEBAR (Erhebungen von 2005 – 2009) gab es damals nur noch 40 – 45 Brutpaare, fast alle in den Kögen Schleswig-Holsteins. Der europäische Gesamtbestand wurde damals auf etwa 300 – 360 TSD Brutpaare geschätzt. Die Masse der bei uns im Herbst und Frühjahr durchziehenden und im Wattenmeer rastenden Vögel ist allerdings beträchtlich und beträgt wohl mehr als hunderttausend Individuen. Die Vögel stammen aus Fennoskandien, dem Baltikum und Russland.

Auf diese hübsche Gründelente wird man im Feld durch ihre pfiffähnlichen Laute aufmerksam, die ein unvergessliches Klangerlebnis vermitteln. Insofern hat diese Entenart ihren Namen völlig zu Recht. Männchen und Weibchen sind sehr gut voneinander zu unterscheiden, vor allem die männlichen Enten sind im Prachtkleid recht bunt gefärbt.

Ähnlich wie Gänse sind Pfeifenten Weidegänger, deren Hauptnahrung Gräser aller Art darstellen. Beim Weidegang bewegen sie sich Körper an Körper wie eine kleine Walze vorwärts. Bei Störungen fliegen sie – wie Lars schon berichtete – unvermittelt auf, lassen sich auf dem nahe gelegenen Gewässer nieder, um schon bald darauf eine nach der anderen wieder dem Ufer zuzustreben. Auf der Wiese setzen sie dann ihre Nahrungssuche fort.

A.Bader