Gestern auf der Exkursion des Nabu haben wir vergeblich den Sumpfrohrsänger gesucht, der ist gleich mit vier Sängern heute Nacht eingeflogen und sang an allen gewohnten Stellen.
Schade für die Exkursionsteilnehmer. Aber wer den hören will:
Die nächsten Tage lohnt das Gebiet auf alle Fälle.
Hallo, ich habe eben am Sportplatz in Dornberg (Bipa-Arena Kirchdornberger Straße) einen mir völlig neuen aber sehr markanten Vogelgesang/ruf gehört. Ich hatte leider kein Aufnahmegerät dabei und versuche mich jetzt mal lautmalerisch, auch wenn’s peinlich wird.
Es war so ein „pock-kriiiieh“, also am Anfang ein sehr kurzer Laut wie pock oder pack oder clock, der genau wie ein Schnalzen klang (oder ein klein bisschen wie ein einzelner Gack-Laut von einem Huhn, wenn es anfängt zu gackern, aber etwas kürzer). Direkt danach ohne Pause dann das „krieeeh“ oder „prrrr“ oder „trrr“, eine Art Triller, eher hell und ungefähr so lang wie ein Buntspechtklopfen. Der Vogel hat diese Kombi mehrfach gerufen, aber ohne bestimmten Rhythmus, d.h. die Pausen zwischen den Rufen waren mal ziemlich kurz, mal etwas länger, wobei er sich langsam entfernt hat. Sie ertönten von oben aus den Bäumen.
Das Habitat ist „ganz normal“, um den Sportplatz rum ist ein breiter Gürtel aus Büschen und Bäumen, drumrum dann Wiesen und Felder. Keine sehr alten Bäume, keine Nadelbäume, kein Gewässer in der Nähe oder so. Vielleicht habe ich ja Glück und jemand erkennt in meinen kryptischen Beschreibungen ertwas wieder. 🙂
heute fand die Nabu-Exkursion bei Meyer zu Müdehorst an der Schröttinghauserstraße in Bielefeld statt.
Die Exkursion war extrem gut besucht. Ca. 30 Leute wollten die Weißstörche am Hofcafe und weitere Vögel der halboffenen Landschaft sehen und hören.
Trotz der sehr großen Gruppe konnten einige tolle Beobachtungen gemacht werden, auch wenn einige Sänger kaum bis nicht vorführbar sich doch lieber zurück gehalten haben.
Insgesamt war es aber eine schöne Exkursion bei der gerade am Anfang der Nachwuchs dieses Jahres faszinierte:
Gartenbaumläufer mit Jungen, Blässrallen mit Jungen und natürlich als Highlight die Störche auf dem Horst, welche gefüttert wurden.
Es sind zwei Jungstörche, die einen guten Eindruck machten und inzwischen nicht mehr Schnabel zu Schnabel gefüttert wurden, sondern die Altstörche, würgen die Beute in das Nest und die beiden bedienen sich.
Zu den Highlights gehörten ein recht neuer Brutvogel Bielefelds, der Neuntöter und ein die Beobachtung eines Grauschnäpppers. Leider sang der Gelbspötter nur ganz kurz an. Die Kolkraben zeigten sich prima und am Schluss gab es noch ein schwärmendes Bienenvolk.
Insgesamt war die Artenliste ordenlich:
Stockente
Fasan
Mäusebussard
Turmfalke
Blässralle
Kiebitz
Ringeltaube
Mauersegler
Buntspecht
Grünspecht
Bachstelze
Zaunkönig
Rauchschwalbe
Mehlschwalbe
Singdrossel
Amsel
Hausrotschwanz
Rotkehlchen
Gartengrasmücke
Dorngrasmücke
Mönchsgrasmücke
Zilpzalp
Gelbspöter
Grauschnäpper
Blaumeise
Kohlmeise
Schwanzmeise
Kleiber
Gartenbaumläufer
Neuntöter
Elster
Rabenkrähe
Kolkrabe
Star
Haussperling
Buchfink
Stieglitz
Grünfink
Auf der Vorexkursion sind noch Bluthänfling, Gartenrotschwanz, Wintergoldhähnchen, Goldammer und Baumfalke im Gebiet gewesen, welche nicht entdeckt werden konnten.
Insgesamt aber doch erfolgreich mit vielen tollen Arten.
LG Holger
Dr. Holger Bekel-Kastrup Dipl. Biol., Dipl. Inform. Kahler Krug 11 33739 Bielefeld Tel: 0521-3937745 mail: holger.bekel@uni-bielefeld.de
Nach dem Holzhacken eine Runde auf die Terrasse am Teich.
Der Kuckuck ruft ausdauern, der Kolkrabe krächzt und zwischendurch hört man den Schwarzspecht.
Ein Bussard zieht seine Kreise über die Kuhweide, Acker und Wald. Bestimmt „nur“ ein Mäusebussard.. Weit gefehlt, es war ein Wespenbussard!
Der erste dieses Jahr.
Später flattert mir noch ein ziemlich großer, orangfarbener Falter vor der Nase her.
Nanu, was ist das denn für einer?! Leider zieht er schnell weiter, aber ich greife trotzdem zur Kamera. Da dreht er noch eine Runde, ziemlich weit weg, über die Kuhweide.
Als Belegaufnahme habe ich ihn noch erwischt.
Es handelt sich um einen männlichen Nagelfleck beim Balzflug!
Den habe ich vorher auch noch nicht zu Gesicht bekommen!
Gestern noch gefragt, wie weit der Kleiber Nachwuchs ist, heute versucht schon einer aus dem Nistkasten zu kommen, bisher erfolglos. Die Altvögel füttern aber noch, der scheint wohl etwas Abenteuerlustig zu sein.
Nachtrag, hier noch das Foto vom jungen Kleiber.
Immer wieder springt/flattert er innen an den Ausgang, schafft es aber noch nicht, sich oben zu halten. Dank Serienaufnahme konnte ich den Moment erwischen.
Hausrotschwänze sind derzeit voll mit der Aufzucht ihrer ersten Brut beschäftigt. Wer Näheres über diesen hübschen Vogel erfahren möchte, kann sich den 62. Vereinsbericht des Naturwissenschaftlichen Vereins für Bielefeld und Umgegend e.V. anschauen und ggf. herunterladen unter:
Die Storchenkamera an der „Grossen Wiese“ in Gütersloh gewährt herrliche Einblicke ins Nest. Ein Besuch erscheint mir unbedingt empfehlenswert.
Es grüßt Anneliese
Auch bei uns hat sich ein Drama zugetragen, leider mit keinem guten Ausgang. Zweimal hatte ich schon den Specht in den von Kohlmeisen besetzten Kasten schauen gesehen, aber er entfernte sich immer wieder, heute Morgen nun mein Entsetzen. Kann vielleicht jemand einen Tipp geben für eine Einfluglochverkleinerung an so einem Betonnistkasten?
Mit besten Grüßen Anneliese
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