Wie angekündigt ging es heute zum Steinhuder Meer, dort primär in die Meerbruchswiesen.
Zielart natürlich der Gleitaar. Diesen konnten wir, wie viele, viele andere Beobachter und Fotografen auch entdecken, allerdings war er extrem weit weg. Mehr als eine Ultraschlechte Belegaufnahme war da heute nicht drin.
Generell waren trotz des bombastischen Wetters, die Vorraussetzungen für gute Fotos nicht gut.
Das komplette Steinhuder Meer ist gefroren, es gibt quasi keine offene Wasserstelle, wo sich die Vögel sammeln können. Einzig eine winzige Öffnung an der Promenade in Steinhude diente einer Handvoll Stockenten als Badestelle.
Ein paar Lachmöwen flogen an der Promenade dicht an den zahlreichen Besuchern vorbei, die konnte man gut knipsen.
In den Meerbruchswiesen waren einige schön Arten wie Kolkraben, Bergpieper, Rohrammern, Schwarzspecht und mehr zu sehen. Die Blaumeisen suchten in den Schilfbeständen nach Nahrung.
Einfachstes Fotomotiv waren definitiv die Rotkehlchen.
So wie diesen Turmfalken, hätten wir gerne den Gleitaar erwischt.
Insgesamt ein herrlicher Tag mit viel Sonne, tollen Vogelarten und reichlich netten Gesprächen. Manchmal auch mit bekannten Gesichtern aus heimischen Gefilden! 😉
Hier noch ein paar Gartenvögel ohne skandinavischen Akzent und ohne „Schmuck“ von heute.
Immer mal wieder taucht ein Gartenbaumläufer am Futterbaum auf, heute sehr ausgiebig auf Nahrungssuche.
Etwas mutiger wird auch einer der beiden Mittelspechte. So leicht lässt er oder sie sich nicht mehr von den Buntspechten vertreiben.
Einfach herrlich sind die Schwanzmeisen. Bis zu 11 Stück kommen aktuell an die Futterstellen. Meisenknödel sind die bevorzugte Nahrung, aber auch Erdnuss wird gerne gefressen.
Die speziellen Anflugäste am Spiegelteich werden gut angenommen, hier z.B. von einer Kohlmeise.
Zahlreiche Buchfinken suchen den Rasen rings um den Futterbaum ab, gerne wird aber auch Futter am neuen Teich gesucht. Die unzähligen Besucher sorgen mit ihren schlechten „Tischmanieren“ für genügend Futterreste, die überall verstreut herumliegen.
Morgen geht es mal zum Steinhuder Meer, vielleicht sind bei dem angekündigten Sonnenschein ein paar Aufnahmen vom dort anwesenden Gleitaar möglich!
Um der Nebelsuppe zu entgehen, waren Marcel und ich heute kurz in der Wistinghauser Senne.
Marcel kannte das Gebiet noch nicht und es war tatsächlich ein wenig Sonne zu sehen.
Vögel leider sehr zurückhaltend, trotzdem wieder sehr schön dort und ein brauchbares Foto von der Haubenmeise ist auch entstanden.
Zurück im heimischen Garten machten wir es uns bequem und fotografierten durch die Scheibe Vögel am (zugefrorenen) Spiegelteich.
So einige Arten liessen sich blicken, Meisenarten und Buchfinken in hoher Anzahl.
Plötzlich landete am Ende des Grundstücks ein Mäusebussard auf dem Greifvogelansitz!
Entfernung hoch und das wenige Licht und der Nebel fordern natürlich ihren Tribut in Sachen Bildqualität.
Zuvor präsentierte sich aber ein (für mich) absolutes „Highlight“!
Ein beringtes Rotkehlchen!
Dank dieser Belegaufnahmen, konnte ich den Ring teilweise ablesen.
Der Wahnsinn! Das Rotkehlchen scheint aus Norwegen zu mir in den Garten gekommen zu sein!!!
Auf dem Ring scheint folgendes zu stehen: 344 4 (Nummer unvollständig) STAVANGER Mus. Norway (Museum Norway)
Eine Sichtung dieser Art macht mich überglücklich und ich freue mich, dem kleinen Kerl nach seiner langen Reise, mit etwas Vogelfutter über die Runden helfen zu können.
Ich habe auch schon eine Internetseite zum Melden gefunden, warte aber noch auf Rückmeldung von Marcel, ob er aus der leicht anderen Perspektive vielleicht noch eine Zahl mehr ablesen kann.
heute wollte ich nur ganz kurz mal sehen, wie es am Obersee aussieht.
Ich hatte noch nicht einmal die Kamera ausgepackt und wollte wieder fahren, als ich einen weiblichen Gänsesäger ganz nah am Ufer unter den Weiden jagen gesehen habe und wie er mit etwas ziemlich großen aufgetaucht ist.
Ganz schnell Rucksack runter, Kamera raus und draufgehalten.
Da hatte sich die Gute etwas verschätzt und einen richtig großen Barsch gefangen. Immer wieder versuchte der Vogel den Barsch so zu positionieren, dass er reinpasst. Aber der hat alle Flosssen von sich gespreizt und wollte sich nicht schlucken lassen.
Währenddessen entfernte sich der Vogel vom Ufer, aber ich habe trotzdem zum Glück mit der Kamera draufgehalten, als plötzlich ein Seeungeheuer von unten kam und den Barsch abjagen wollte.
Ein Kormoran, der vorher überhaupt nicht zu sehen war und wohl lange unter Wasser war, hatte interessanter Weise unterhalb der Wasseroberfläche den Kampf mit dem Barsch mitbekommen und ist zielstrebig hinter dem Gänsesäger aufgetaucht und hatte ihn beinahe erwischt. Der Gänsesäger reagierte aber blitzschnell und in der Aufregung auf der Flucht ist der Barsch dann wohl doch durch den Hals gerutscht. Guten Appetit!