Archiv der Kategorie: Birding

Schlittschuhlaufende Rohrdommel




Guten Abend in die Runde,

auf dem Rückweg vom Steinhorster Becken gen Bielefeld habe ich heute Vormittag noch kurz bei einem anderen Gebiet gehalten, da sich dort u.a. Gänse auf den Grünlandflächen aufhielten. Als „Beibeobachtung“ sah ich dann am Rande eines offenen Grabenzulaufes eine Rohrdommel stehen, die dann tatsächlich aufs Eis, welches auch das Grünland noch bedeckte, hinaustrat.

Einfach wunderschön!

Aus Gründen von Tarnzelten, etc., werde ich mich zum Schutz dieser Rohrdommel nicht zum Standort äußern. Ich habe leider heute morgen erst am Steinhorster Becken, am sogenannten Emssandfang, einen „engagierten“ Naturfotografen im Gebüsch stehen sehen, der dort u.a. Vogelfutter aufhing und auslegte, um sich dann mit Tarnnetz auf die Lauer zu legen, in einem Bereich, in dem meiner Ansicht nach niemand etwas verloren hat. Ich hatte keine Lust, mir und ihm den Tag zu verderben, aber man kann durchaus auch schöne Fotos vom Weg aus machen. Meine Rohrdommel habe ich auch von einem offiziellen Weg aus erleben dürfen, das geht somit und das war im übrigen meine 1. Rohrdommel. Ich war allerdings auch, anders als der „Naturfotograf“, gute 4 Stunden zu Fuss unterwegs, anstatt mit einem Auto vorzufahren. Manchmal muss man halt einige Jahrzehnte etwas Geduld haben, um seltene Arten vor die Linse unverhofft zu bekommen. Das mit dem Tarnzelt fand ich auch aus dem Grund nicht schön, da der Bereich zu den wenigen nicht zugefrorenen Bereichen im Gebiet derzeit gehört und jede Störung der dort Ruhe und Nahrung suchenden Wasservögel einfach unnnötig ist.

In diesem Sinne einen schönen Abend, ich war einfach nur begeistert.

Claudia Quirini-Jürgens

 

 

 

 

Enger Bruch – 18.01.2024






Bestes Wetter zog heute Beobachter und Fotografen ins Bruch.

Obwohl die Vögel allgemein noch etwas scheu sind, tauen Sie (wohl dem Sonnenschein zu verdanken) langsam auf.

Ein beringter und mit Flügelmarken versehener Mäusebussard (Bild 01) landete nur kurz in der Nähe des Turms, als er auch schon wieder von Rabenkrähen verscheucht wurde. Flügelmarke: Blau 0V.

Die Goldammern (Bild 02) lassen sich kaum aus der Nähe ablichten. Wer geduldig wartet und sich ruhig verhält, bekommt Sie zwar hinter Geäst, aber zumindest etwas Größer auf das Bild.

Der Zaunkönig (Bild 03) huscht flink durch die Büsche, da muss man schnell sein!

Nicht so die Amsel (Bild 04), diese ist zwar hoch aufmerksam, lässt dem Fotografen aber ein paar Sekunden mehr Zeit für’s Bild.

Die erste Heckenbraunelle (Bild 05) gab sich auch die Ehre, wurde aber von einem Rotkehlchen (Bild 06) weggescheucht.

MfG L.E.

Goldammern – Enger Bruch

Absolute Goldammern-Invasion im Enger Bruch derzeit.

Von der Breiten Straße aus Richtung Werther Straße habe ich mehrere Bilder gemacht und grob zu einem zusammengefügt (32751 x 5007 Pixel groß!), um eine Übersicht der Vögel zu bekommen.

Die Durchsicht hat 150+ Goldammern, einen Buchfink und eine Rohrammer ergeben.

Und das waren nicht einmal alle vor Ort anwesenden Tiere!

Sobald man sich auf dem Weg nicht mehr bewegt, landen nach wenigen Minuten die Ammern auf dem kleinen Acker und suchen emsig nach Nahrung. Da möchte man am liebsten einen Sack Vogelfutter ausschütten.

MfG L.E.

Nordische Schwanzmeise am Obersee




Hallo,

heute vormittag durchstöberten mehrere mehr oder weniger zusammenhängende Trupps von Schwanzmeisen die Bäume rund um den Parkplatz an der Westerfeldstraße. Mindestens zwei A.c.caudatus waren dazwischen. Der Kopf ist rein weiß, die Trennung zum schwarzen Mantel klar definiert, kein Ansatz von einem Brustband, Bauch ist rein weiß mit leichtem rosa Anflug und die Schirmdecken sind überwiegend weiß. Also wohl keine Hybriden der mitteleuropäischen Form, die man öfter mal sieht, sondern Gäste aus dem hohen Norden.

LG Holger (Theesenbirder)

Sperber jagt Kleinvögel


Heute Mittag tauchte ein immaturer Sperber in unserem Garten auf, der minutenlang vergeblich versuchte, einen Kleinvogel (ich vermute Haussperling) zu erwischen, der sich in unserer Ligusterhecke versteckt hatte. Meine Enkeltochter meinte, ich solle mal kommen, da säße ein großer Vogel auf der Hecke. Leider gelangen nur ein paar Belegfotos durch die Wohnzimmerscheibe. Sperber bei der Jagd zu beobachten ist immer sehr interessant und aufregend.

A.  Bader

Nicht viel los!

Nicht viel los heute Vormittag bei trübem Wetter mit hochnebelartigem Sprühregen. Keine Weißwangengänse, keine zehn Kanadagänse, nicht einmal hundert Graugänse (darunter nur eine am Sonnensee und eine in Hüde beringte), wenigstens noch zwei Tundrasaatgänse. Das war’s!
Viele Grüße
Gisbert Hänsel