Guten Abend in die Runde,
auf dem Rückweg vom Steinhorster Becken gen Bielefeld habe ich heute Vormittag noch kurz bei einem anderen Gebiet gehalten, da sich dort u.a. Gänse auf den Grünlandflächen aufhielten. Als „Beibeobachtung“ sah ich dann am Rande eines offenen Grabenzulaufes eine Rohrdommel stehen, die dann tatsächlich aufs Eis, welches auch das Grünland noch bedeckte, hinaustrat.
Einfach wunderschön!
Aus Gründen von Tarnzelten, etc., werde ich mich zum Schutz dieser Rohrdommel nicht zum Standort äußern. Ich habe leider heute morgen erst am Steinhorster Becken, am sogenannten Emssandfang, einen „engagierten“ Naturfotografen im Gebüsch stehen sehen, der dort u.a. Vogelfutter aufhing und auslegte, um sich dann mit Tarnnetz auf die Lauer zu legen, in einem Bereich, in dem meiner Ansicht nach niemand etwas verloren hat. Ich hatte keine Lust, mir und ihm den Tag zu verderben, aber man kann durchaus auch schöne Fotos vom Weg aus machen. Meine Rohrdommel habe ich auch von einem offiziellen Weg aus erleben dürfen, das geht somit und das war im übrigen meine 1. Rohrdommel. Ich war allerdings auch, anders als der „Naturfotograf“, gute 4 Stunden zu Fuss unterwegs, anstatt mit einem Auto vorzufahren. Manchmal muss man halt einige Jahrzehnte etwas Geduld haben, um seltene Arten vor die Linse unverhofft zu bekommen. Das mit dem Tarnzelt fand ich auch aus dem Grund nicht schön, da der Bereich zu den wenigen nicht zugefrorenen Bereichen im Gebiet derzeit gehört und jede Störung der dort Ruhe und Nahrung suchenden Wasservögel einfach unnnötig ist.
In diesem Sinne einen schönen Abend, ich war einfach nur begeistert.
Claudia Quirini-Jürgens
























