Bitte um Bestimmungshilfe



An die Kleinsäugerexperten : Rattus rattus oder Rattus norvegicus? Kommt gelegentlich aus einem dicht mit Bodendeckern bewachsenen Beet heraus und findet offenbar unterhalb der Vogelfütterung 5 m von unserer Terrasse entfernt herabgefallene Bröckchen von Meisenknödeln oder einzelne Körner, um dann rasch wieder in Deckung zu gehen. Geschätzte Körperlänge 15-20 cm, Schwanz wurde bei Bewegung gehoben.

3 Gedanken zu „Bitte um Bestimmungshilfe

  1. Hallo,

    es dürfte sich um eine Wanderratte handeln. Der Schwanz ist kürzer, die Ohren sind kleiner und die Schnauze ist stumpfer als bei einer Hausratte (besonders gut auf Photo 2 zu sehen).

    Malte Reineke

    1. Danke Malte. Wie sollte man denn mit dieser Entdeckung umgehen? Im Netz wird sogar von einer Meldepflicht gesprochen.
      Ich bin unbeabsichtigt anonym geblieben, weil hier anders als bei Messenger-Diensten der name nicht automatisch erscheint.
      Carsten Cordes, Bad Oeynhausen

      1. Hallo Carsten,

        was den Umgang mit Wanderratten angeht, so kann ich hier nur ein paar eigene Gedanken widergeben.

        Es ist einerseits unstrittig, daß Ratten Krankheiten übertragen können und besonders bei Auftreten in Großrudeln bedeutende Schäden durch Nagen, Verschmutzungen mit Kot und Fraß von Nahrungsmitteln und Tierfutter verursachen. Andererseits hat sich eine „Vollkasko-Mentalität“ entwickelt, infolge deren auf eine Rattensichtung hin schon, wie Du schreibst, Meldung bei der zuständigen Behörde gefordert wird. In früheren Jahrzehnten, als Vorkommen von Ratten auf Privatgrundstücken aufgrund besserer Lebensbedingungen (mehr Nutztierhaltung, Misthaufen, weniger „sterile“ Gärten) noch alltäglicher waren, hat man den Leuten offenbar noch zugetraut, nach eigenem Ermessen Bekämpfungsmaßnahmen zu ergreifen. Horrorszenarien wurden wohl nicht gleich heraufbeschworen.

        Nicht unwichtig bei Beurteilung der Frage, ob sich jeweils vor Ort ein größerer Rattenbestand entwickeln kann, ist das Wissen um Vorkommen von natürlichen Feinden. Hauskatzen sollen sich dem Verhaltensforscher und Katzenfachmann Paul Leyhausen zufolge eher selten mit ausgewachsenen Wanderratten anlegen, aber sehr wohl deren Jungtiere fangen. Auch Steinmarder, die ja in Siedlungen nicht selten sind, erbeuten Ratten.

        Sollten Ratten durchaus zu zahlreich werden, läßt sich immer noch auf die üblichen Bekämpfungsmethoden zurückgreifen.

        Malte Reineke

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