Um der Nebelsuppe zu entgehen, waren Marcel und ich heute kurz in der Wistinghauser Senne.
Marcel kannte das Gebiet noch nicht und es war tatsächlich ein wenig Sonne zu sehen.
Vögel leider sehr zurückhaltend, trotzdem wieder sehr schön dort und ein brauchbares Foto von der Haubenmeise ist auch entstanden.
Zurück im heimischen Garten machten wir es uns bequem und fotografierten durch die Scheibe Vögel am (zugefrorenen) Spiegelteich.
So einige Arten liessen sich blicken, Meisenarten und Buchfinken in hoher Anzahl.
Plötzlich landete am Ende des Grundstücks ein Mäusebussard auf dem Greifvogelansitz!
Entfernung hoch und das wenige Licht und der Nebel fordern natürlich ihren Tribut in Sachen Bildqualität.
Zuvor präsentierte sich aber ein (für mich) absolutes „Highlight“!
Ein beringtes Rotkehlchen!
Dank dieser Belegaufnahmen, konnte ich den Ring teilweise ablesen.
Der Wahnsinn! Das Rotkehlchen scheint aus Norwegen zu mir in den Garten gekommen zu sein!!!
Auf dem Ring scheint folgendes zu stehen: 344 4 (Nummer unvollständig) STAVANGER Mus. Norway (Museum Norway)
Eine Sichtung dieser Art macht mich überglücklich und ich freue mich, dem kleinen Kerl nach seiner langen Reise, mit etwas Vogelfutter über die Runden helfen zu können.
Ich habe auch schon eine Internetseite zum Melden gefunden, warte aber noch auf Rückmeldung von Marcel, ob er aus der leicht anderen Perspektive vielleicht noch eine Zahl mehr ablesen kann.
Mit dem Wanderfalken aus der nördlichen Dümmer Region von heute, wünsche ich allen Sturmmöwe Lesern und den vielen Leuten die sich hier mit Beiträgen und/oder Kommentaren beteiligen, ein Frohes Weihnachtsfest!
Heute Früh bin ich zum Dümmer gefahren. Die Merlin Sichtung hat mich motiviert, heute in der nördlichen Dümmer Region nach Greifvögeln ausschau zu halten.
Angefangen habe ich kurz vor Sonnenaufgang in den Teichwiesen und konnte den Raubwürger fotografieren, leider nicht im besten Licht.
Danach ging es Richtung Osterfeiner Moor / Heemke / Langenteilen.
Den Merlin konnte ich leider nicht entdecken, den Grund könnt ihr in folgender Collage oben links sehen.
Ein Sikorsky CH-53GA (84+70), zufällig eine Maschine mit Sonderlackierung „53 Jahre CH.53“ flog im Tiefflug rund um den Fliegerhorst Diepholz seine Kreise und sorgte für viel Unruhe in der Vogelwelt.
Trotzdem konnte ich einige Greifvogelarten entdecken, darunter Sperber, Kornweihe, Wanderfalke, Turmfalke, Seeadler und Mäusebussard.
Die Federn scheinen von einer Sumpfohreule zu stammen, die sich (wie wohl häufig passiert) im Stacheldraht verfangen hat. Offensichtlich konnte sich das Tier aber befreien.
Besonders habe ich mich über die Wanderfalken Sichtung gefreut. Das Tier war zwar nie nah genug, aber für eine kleine Collage hat es gereicht.
Allgemein kann man sagen, das die Greifvögel heute eine sehr hohe Fluchtdistanz hatten. Unzählige behutsame Annäherungen mit dem PKW endeten mit Auffliegen schon bei sehr großem Abstand, das kenne ich so extrem eigentlich nicht.
Etwas näher liess mich ein Mäusebussard kommen. Er blieb eine Weile auf dem Weidepfahl sitzen und gab mir Gelegenheit, ihn beim abfliegen zu erwischen.
Deutlich entspannter waren kurz vor der Heimfahrt dann ein weibliches und männliches Schwarzkehlchen.
Marcel und meine Wenigkeit sind heute passend zum Sonnenaufgang zum Dümmer See gefahren.
Erster Halt in den Teichwiesen.
Weiter dann zur Huntemündung, dort gab es unter anderem Wasserralle, Eisvogel, Schwanzmeisen, Wintergoldhähnchen, Kolkrabe und mehr.
Weiter durch die Teichwiesen, durch Hüde in Richtung „Hohe Sieben“.
Kaum das Auto geparkt fliegt neben einigen Mäusebussarden auch ein Seeadler über.
Also schnellen Schrittes in Richtung Ostturm und tatsächlich, das bekannte Seeadlerpaar (Das Weibchen beringt und mit Sender) flogen auf den See hinaus und das Weibchen erbeutete einen Fisch. Leider etwas zu weit weg, daher nur Beleg. Auch die Zwergschwäne wollten nicht näher kommen.
Dafür flog eine Silbermöwe (möglicherweise handelt es sich um eine Steppenmöwe, danke an H.B.K.!) extrem nah am Turm vorbei und konnte Formatfüllend aufgenommen werden.
Nächster Halt: Osterfeiner Hütte. Zum Glück kam uns früh ein netter Fotografenkollege aus Bünde entgegen und teilte uns mit, das an der Hütte nicht ein einziger Vogel zu sehen war!
Also wieder ins Auto und weiter Richtung Heemke und Langenteilen.
In diesem Fall war es absolutes Glück, das wir früher hier waren, denn wir entdeckten den ebenfalls bekannten sehr hellen Mäusebussard auf einem Feld.
Auch etwas weiter weg, aber er flog seltsamerweise nicht ab. Auch nachdem er sich in die Wiese „erleichtert“ hatte (ein Todsicheres Zeichen für einen baldigen Abflug), blieb er sitzen.
An Marcel vorbei, konnte ich durch die geöffnete Scheibe der Beifahrertür den Moment aufnehmen.
Uns war ziemlich schnell klar, der muss Beute haben und haut gleich ab!
Marcel machte sich mit den passenden Einstellungen an der Kamera schussbereit und ich schlich mich aus der Fahrertür raus und langsam um das Auto rum. Leider zu spät, er war schon abgeflogen!
Aber Marcel hat ihn MEGA erwischt, freut Euch jetzt schonmal auf seine Bilder!!!
Etwas später konnten wir noch einige Stare in der Wiese beobachten.
Es waren heute auch mehr Turmfalken im Gebiet, leider bleiben die Kollegen nie in brauchbarer Entfernung sitzen. Trotzdem mal einen aus weiter Entfernung abgelichtet.
Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht bemerkt hatten, es handelte sich bei dem einen Vogel um einen weiblichen Merlin! <<<— Neue Info: Es handelt sich um einen Jungvogel aus diesem Jahr, Geschlecht unbekannt.
Später hatten wir noch ein Erlebnis, wo ein vermeintlicher Turmfalke eine Pfahlreihe entlangflog und währenddessen ein wirklich blitzschnelles Ausweichmanöver um einen der Pfähle machte. Da war schon klar, das es was anderes gewesen sein musste.
Auf dem Rückweg hatten wir noch eine Begegnung mit einem Mäusebussard, welcher eine Maus erbeutet hatte, den habe ich wenigstens halbwegs brauchbar im Flug erwischt.
Alles in allem ein toller Tag mit vielen schönen Beobachtungen und einigen brauchbaren Fotos.
Aber ich würde Lügen, wenn ich sagen würde, das ich nicht neidisch auf Marcel’s Glück mit dem hellen Bussard wäre!
Da der Wetterbericht für Paderborn größere Chancen auf Sonne versprach, ging es heute ins Paderquellgebiet. Zielarten dort natürlich Gebirgsstelze, Wasseramsel und Eisvogel.
Die Wasseramsel präsentierte sich heute wieder besonders gut und führte ihre Tauchgänge vor.
Zwischendurch sang die Wasseramsel ihre wunderschöne Melodie. Fühlte sich fast wie Frühling an!
Der Eisvogel war heute ebenfalls sehr aktiv, setzte sich aber oft in die Zweige und man musste günstig stehen, damit er keinen Ast vorm Kopf hatte.
Einmal sass er dann aber ziemlich perfekt, was die zahlreichen Fotografen erfreute.
An dieser Stelle möchte ich mal die Stadt Paderborn für Ihren Weihnachtsmarkt loben!
Wirklich toll gemacht und eine super Atmosphäre!
Wer vor Ort ist, sollte dem Markt einen Besuch abstatten.
Weiter rauszoomen ging leider nicht, bei 200mm war Schluss! 😉
Neue Firmware auf die Kamera gespielt, da möchte man natürlich gerne rumprobieren, ob sich etwas verbessert hat. Bei den Lichtverhältnissen eher schwierig.
Als es dann doch minimal heller wurde, ein wenig den Spiegelteich anvisiert.
Wegen besserer Lichtstärke, die 600er Festbrennweite benutzt.
Tatsächlich war wieder gut was los und auch die kleine Tannenmeise liess sich mal ablichten!
Kurze Zeit später kam dann auch der Fasan wieder angetrottet und stiefelte direkt an den Rand zur Wasserfläche. Mist, mit dem Objektiv bekomme ich nicht Vogel und Spiegelung zusammen drauf!
Also nur die Spiegelung fotografiert und als kleine Spielerei einfach mal um 180° gedreht! 😁
Da dies nun nicht die schönste Aufnahme von diesem edlen Tier ist, hier nochmal ein anderes (ungespiegeltes) Foto.
Nach einigen „umbauarbeiten“ im Garten, habe ich mich mit der Kamera mal „auf die Lauer gelegt“. Das Licht mehr als bescheiden, wo ist eigentlich dieser Stern hin, der es früher öfter mal hell gemacht hat?
Durch die ersten Futterverstecke haben sich heute einige Vogelarten am Spiegelteich blicken lassen, hier nur mal 2 Beispiele und 1 „Spielvererber“.
Natürlich hat sich der Buntspecht durchgesetzt, die Blaumeise hat aber ebenfalls ihr Futter bekommen.
Auch ein Spiegelfoto ist mir heute gelungen, leider war es etwas zu windig, so das die Wasseroberfläche sich leicht bewegt hat.
Sonst waren noch Mittelspecht, Kleiber, Fasan, Haubenmeise, Tannenmeise und viele andere an den Futterstellen und am Teich.
Den Spielverderber zeige ich Euch auch noch, ein junger Sperber brachte für lange Zeit unruhe an den Teich. Zum Schluß flog er noch einen Scheinangriff auf die alte Baumwurzel.
MfG L.E.
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