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Schnatterenten als Kommensalen?

Nicht in OWL, aber höchst interessant: auf dem Essener Baldeneysee, einem Ruhrstausee, sah ich am 2. Weihnachtstag beidseits des „Vogelschutzgebietes“ dutzende von tauchenden Blässhühnern. Ich war verwundert, dass die eingestreuten Schnatterenten einzeln oder paarweise gerne die unmittelbare Nähe der Blässhühner aufsuchten, so dass oft ein Blässhuhn von ein bis zwei Enten umgeben war. Ich konnte mir zunächst keinen Reim darauf machen. Dann stellte ich fest, dass die Schnatterenten sich gezielt über abgerissene Pflanzenteile, die  von den Blässhühnern im Zuge ihrer Tauchgänge an die Oberfläche befördert wurden, hermachten. Dass dies mitunter Abwehrreaktionen der Blässhühner hervorrief, versteht sich von selbst. Dieses als Kommensalismus zu bezeichnende Verhalten (mit Anklängen von Parasitismus, wer weiß?) ermöglicht es den Enten, in tieferen, zum Gründeln ungeeigneten Gewässerabschnitten an Nahrung zu gelangen, die ihnen sonst vorenthalten blieb, ihnen jetzt aber buchstäblich vor den Schnabel gelegt wird, und dann noch erntefrisch.

Leider hatte ich keine Kamera dabei.

Einen Tag vorher hatte ich bereits auf dem Kemnader Stausee (Bochum), wo die Zahl der Blässhühner und Schnatterenten noch um ein Mehrfaches höher liegt als auf dem Baldeneysee, eine solche Vergesellschaftung von Blässhühnern und Schnatterenten festgestellt. Ich hatte dort aber nicht intensiv genug hingeschaut um beurteilen zu können, ob die Enten dort ein ähnliches Verhalten zeigen wie in der Nachbarstadt.

Ist ein solches Verhalten von Euch und Ihnen schon mal beobachtet worden oder anderweitig bekannt?

Viele Grüße

Holger Sonnenburg

Eichelhäher

Immer noch viele Eichelhäher unterwegs. Auch in meinen Garten in Halle/W. kommen täglich bis zu 4 gleichzeitig. Am liebsten mögen die Erdnüsse, die dann natürlich nach Häherart überall im Garten versteckt werden, die Verstecke werden anschließend mit Laub getarnt.

A. Bader

Dümmer birding



Heute bei spätsommerlichen Temperaturen am Dümmer viel los, vor allem in den Osterfeiner Wiesen. Dort tausende Gänse, viele Kiebitze, Silberreiher, Mäusebussarde etc.. Die Heemke ist derzeit nicht mit PKW befahrbar, da die Wege durch Tore versperrt sind, vor allem wohl zum Schutz der dort äsenden Gänse. Gute Beobachtungsmöglichkeiten bietet aber die nahe gelegene Aussichtshütte, auf dem See dort u.a. 4 männliche Zwergsäger, Pfeifenten, Silberreiher und natürlich Zwergtaucher.

A. Bader

Prachttaucher auf dem Schiedersee


Klaus Höwing konnte gestern am Schiedersee im Bereich der Freizeitanlage diesen prächtigen Prachttaucher beobachten und ablichten. Leider war meine Nachsuche gestern Vormittag erfolglos. Da der See aber 3 km lang ist, kann es auch sein, dass er nun am anderen See-Ende unterwegs war/ist. Drei Wochen nach den ebenfalls von Klaus H. entdeckten Trauerenten an der gleichen Stelle nun ein erneutes highlight für den Schiedersee und ganz Lippe. Im Januar 2012 hielten sich an der Stelle bis zu 2 Prachttaucher auf!

 

Holger Sonnenburg

 

PS: meine Versuche, die Meldung gestern bei Sturmmöwe zu posten, missglückten