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Ananas statt Meisenknödel

Man wundert sich wer so alles aufgehängte Ananasstücke aufsucht: Heute flog zunächst ein Moschusbock-Käfer die ausgelegten Stücke an, angelockt vom intensiven Fruchtgeruch. Bald darauf erschien ein zweiter, der hatte allerdings nichts anderes im Sinn, als das Weibchen zu besteigen und zu kopulieren. Das Ganze währte mehrere Stunden, wobei das Weibchen ständig mit der Aufnahme des Ananassaftes beschäftigt war. Als dann noch ein dritter seiner Art die Gesellschaft aufsuchte, der allerdings ausschließlich am süßen Saft interessiert war, holte ich mir erst mal einen Hocker und beobachtete das Geschehen hautnah. Vor dem Dunkelwerden war die Gesellschaft immer noch an den beiden Obststücken aktiv und ich zog mich diskret zurück. Mal sehen wie sich das Geschehen morgen entwickelt.

A. Bader 

Erwischt


Hallo,

eigentlich sollte man ja nicht am Nistkasten fotografieren. Bei unseren Mauerseglern habe ich da aber kein schlechtes Gewissen. Die fliegen inzwischen direkt an uns vorbei in die Kästen und kennen uns ja jetzt auch schon seit mehreren Jahren. Die zu erwischen ist unglaublich schwer. Aber manchmal hat man Glück und erwischt sie dann in der wenige Zentelsekunden langen Abflugphase.

Die Kücken sind inzwischen richtig laut, aber noch nicht so groß, dass sie selber ans Loch kommen und rausgucken.

Freitag in der Johannesbachaue hatte ich das Glück, dass dort Mehlschwalben aufgeregt gemeckert haben und ich dann sehen konnte, wie ein Baumfalke zwei mal versuchte, eine zu erwischen. Allerdings erfolglos.

Auch der Eisvogel ließ sich mal wieder blicken.  Also auch in der näheren Umgebung durchaus was zu beobachten.

LG Holger

Libellen






Gelegentlich ist in diesem Forum , insbesondere zur Urlaubszeit, ein Blick über die Landesgrenzen hinaus ja auch mal ganz schön. Bei einem Besuch im Havelland konnte ich an einem kleinen See 7 Libellenarten beobachten. Für die Zuordnung (die am Kaffeetisch ohne Bestimmungsbuch und Internetabsicherung erfolgte) geht mein Dank an Eckhard Möller. Die 6 Fotos zeigen demnach Plattbauch Große Königslibelle bei der Eiablage Feuerlibelle Gr. Blaupfeil Vierfleck Kleines Granatauge. Außer bei der Königslibelle sind es wohl immer die Männchen. CC

Artenliste der NAJU Bielefeld

Am gestrigen Nachmittag traf sich die NAJU Bielefeld am Parkplatz am Obersee (Viadukt), um von dort in der Johannesbachaue Vögel zu beobachten.
Wir hatten Glück, und konnten dies bei angenehmen Temperaturen machen, ohne starke Regenschauer 🙂.
Und nun die Artenliste vom 10.07.2020, 16:30 Uhr bis 18:30 Uhr, in der Johannesbachaue Bielfeld (inkl. Blick auf den Obersee).
„g“ bedeutet gehört, ansonsten wurden die Vögel (auch) gesehen:

  1. Buntspecht
  2. Nilgans
  3. Stockente
  4. Gebirgstelze
  5. Goldammer
  6. Mönchsgrasmücke g
  7. Zilp Zalp
  8. Amsel
  9. Graureiher (einmal 4 im Überflug)
  10. 2 Turmfalken
  11. Höckerschwan
  12. Haubentaucher
  13. Mehlschwalbe
  14. Silbermöwe
  15. Elster
  16. Gartengrasmücke g
  17. Ringeltaube
  18. Buchfink g
  19. Grünspecht
  20. Mäusebussard
  21. Stieglitz
  22. Hohltaube
  23. Weißstorch (1 Altovgel mit 2 Jungvögeln)
  24. Rabenkrähen
  25. Mauersegler
  26. Junge Kohlmeisen (g)
  27. Singdrossel

Und mehrere Feldhasen, ein Anblick der leider auch nicht mehr selbstverändlich ist!

 

Amsellärm beflügelt die Gartenliste



Zunächst dachte ich, dass die Elster sich wieder einmal in böser Absicht einem Amselnest genähert hätte. Ich hörte und sah aber nichts von ihr. Eine Nachbarskatze als Ursache konnte auch schnell ausgeschlossen werden. Als die Erregung der Amseln garnicht enden wollte, machte ich mich auf die Suche nach der Ursache und ging in Gedanken die möglichen Greife durch. Gelegentlich saust mal ein Sperber durch den Garten oder nimmt für eine Weile auf einem für schnellen Abflug günstigen Ast Platz. Der wäre aber bei meiner Annäherung längst abgeflogen und hätte sich nicht im extrem dichten Blätterdach einer 5 Meter hohen Traubenkirsche versteckt. Dann sah ich etwa 1,5 m oberhalb von einer der schimpfenden Amseln durch eine kleine Lücke im Laub etwas braunes mit senkrechter Streifung. Obwohl ich keine Möglichkeit fand, den Vogel von anderer Perspektive aufzunehmen und somit nur kleine Abschnitte sichtbar waren, ließ die „Teilansicht“ eigentlich nur den Schluss auf Waldohreule zu. Die hätte ich nie in unserem 400 qm Garten erwartet. Der nächste bekannte Brutplatz (mit bettelnden Jungen) liegt etwa 2 km von hier im Ortsteil Rehme in Wesernähe. Die Eule saß unbeeindruckt vom Amselgezeter auf dem gleichen Ast von 15 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit, kehrte aber an den folgenden Tagen nicht zurück. Carsten Cordes