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Nachlese 68. Jahrestagung der Ostwestfälisch-Lippischen Ornithologen



Am letzten Samstag (8.11.25) fand die 68. Jahrestagung

der Ostwestfälisch-Lippischen Ornithologen

in der Uni Bielefeld mit rund 60 Teilnehmern statt.

Um kurz nach 10 eröffneten Heiner Härtel und ich die Tagung und berichteten anschließend über die Erstellung der 72. Ausgabe des Ornithologischen Mitteilungsblattes. Das Heft ist mit 166 Seiten das bisher umfangstärkste, unter anderem haben wir dafür über 126.000 Ornithodaten gesichtet und sind dabei an unsere Grenzen gestoßen. In Zukunft wäre es sehr wünschenswert, wenn die Ornithodaten von den Beobachterinnen/Beobachter selbst zusammengefasst und als Exeldatei an die Redaktion übermittelt würden.

Anschließend berichtete Michael Schulte über die „Vogelwelt der Oerlinghauser & Wistinghauser Senne“. Der zu Beginn des Projektes von Nadelforst dominierte Bereich hat sich unter anderem durch den Einsatz von Rindern, Pferden und Ziegen in eine überwiegend parkartige Landschaft verwandelt, so dass neben den Waldarten jetzt auch viele seltene Arten wie z.B. Wendehals und Ziegenmelker brüten.

Karten Otte und ich stellten danach die Geschichte des Wanderfalken- und Uhuschutzes seit den 70iger Jahren in Westdeutschland mit Fakten und Anekdoten beispielhaft vor. Nach Jagd- und Giftverbot (z.B. DDT), bzw. Auswilderungsmaßnahmen sind beide Arten heute nahezu flächendeckend in Westfalen verbreitet und dabei sicherlich so häufig wie nie zuvor.

Vor der Mittagpause gaben Carmen Röhr und Meinolf Ottensmann eine Einführung in den derzeitigen Stand von Adebar 2. Mitarbeiter sind immer willkommen.

Die „Bilder und Berichte aus der Region und anderen Landen“ (nach der Mittagspause) führten uns nach Spanien (Thekla- und Haubenlerche) und Island (u.a. Kragenente, Papageitaucher, Raubmöwen).

Nayden Chakarov berichtete über Vogelberingung am Schwarzen Meer:„Durankulak- am Strom des Vogelzuges“. Er und seit Team beringen seit mehreren Jahren jeden Herbst für mehrere Wochen vor Ort. Die Beringungszahlen sind herausragend. Eine der häufigsten Arten ist der Zwergschnäpper.

Tim Maximilian Rapps Vortrag: „Illegaler Vogelfang auf Zypern und wie wir ihn bekämpfen- die Arbeit des Komitees gegen Vogelmord e.V.“ zeigte den immer noch, insbesondere im Mittelmeerraum, sehr hohen Jagddruck auf Singvögel. Der Einsatz der Teams wurde beeindruckend dargestellt.

Zum Abschluss führte uns Dirk Wegener zu einigen Beobachtungsgebieten am ostatlantischen Flyway (angefangen auf Sylt bis nach Nordafrika) und stellte bemerkenswerte markante Arten vor.

Die Tagung endete um 16 Uhr.

Jörg Hadasch

Kranich, Rotmilan etc.






Etwas verloren wirkte ein einsamer Kranich, der heute kurze Zeit auf einer Wiese in Sende Station machte, bevor er sich nach Westen aufmachte. Kürzlich landete ein Rotmilan auf dem abgeräumten Grasacker. Und die Früchte des Feuerdorns sind gerade ein Anziehungspunkt für einige Futtergäste wie Misteldrossel, Amsel usw.. 

 

MfG 

Manfred Kolleck

Diepholzer Moorniederung





Einen schönen Tag in der Diepholzer Moorniederung habe ich heute verbracht.
Die Kraniche sammeln sich zu immer größeren Trupps. Auf einem
Feld in der Nähe von Darlaten waren geschätzt mindestens 1ooo.

Mögen sie alle verschont bleiben und gesund weiterziehen.
Über einer Wiese war eine wunderschöne männliche Kornweihe
auf der Jagd.

Martina Klocke

Fasanenhähne: Herbstlicher Revierkampf





In den Tiefen des „Brockumer Fladder“ entdecke ich zwei Fasanenhähne, die zunächst nicht den Eindruck erwecken, dass sie sich nicht „riechen“ können. Sie schleichen sozusagen um sich herum, lassen sich auch nicht von dem Auto stören, das sich ihnen gaaaaanz langsam nähert, sich in Stellung zum Fotografieren bringt. Und dann plötzlich fliegen die Gockel-Federn. Immer wieder springen sich die Hähne gegen die Brust. Oder sie fliegen hoch, schlagen mit den Flügeln um sich. Wieder mit beiden Füßen auf der Erde  …. zeigen sie sich ihr Hinterteil ;-). Nach einigen Minuten haben sie sich scheinbar ausgetobt. Im berühmten Fasanentempo rasen sie nebeneinander auf einem Feldweg davon. Noch ein Mal anhalten, dem Gegner statt in die Augen auf die Füße schauen …. dann verschwinden beide getrennt ins Gestrüpp. Noch nie gesehen, tolles Erlebnis – VG KrisK

Zur Abwechslung Mal besondere/ungewöhnliche Vogelbeobachtungen aus Ostwestfalen, schwarz-weißes Außergewöhnliches





Hallo,

gestern an nur einem Tag drei schwarz-weiß-graue Besonderheiten.

Alles wahrscheinlich auf Leuzismus zurückzuführen.

An der Uni Bielefeld eine schicke Dohl mit weißen Schultern, auf dem Weg zur Uni in Babenhausen liegt wohl das Revier von der schwarz-weißen Krähe und gestern spät abends in fortgeschrittener Dämmerung flog im Enger Bruch unter vielen anderen Gänsen, auch Blässgänsen, diese ungewöhnliche Graugans zum Schlafen ein.

Heute ganz früh, wollte ich vor dem Abflug versuchen noch bessere Bilder zu machen, aber die Gänse sind leider direkt abgeflogen, als ich mich fast noch im Stock-Dunkeln auf den Turm schleichen wollte, Schade.

LG Holger

Graugans mit orangerotem Etwas



Heute entdeckte ich am Hücker Moor unter gut 200 Grau-, Kanada- und Nilgänsen sowie einer jungen Blässgans eine Graugans mit für mich undefinierbarem orangeroten Band / Ring / ??? aus ebenfalls undefinierbarem Material auf der Brust. Auch wenn dieses Etwas nicht sehr gesundheitsförderlich aussah, schien es die Gans weder beim Fressen noch beim Laufen oder Fliegen zu behindern.

Hat jemand eine Erklärung, um was es sich dabei handeln könnte?

Viele Grüße

Gisbert Hänsel

 

Neue Gartenart

Ich bringe es zwar nicht auf so viele Gartenarten wie Lars E., der offensichtlich deutlich bessere Bedingungen (geschaffen) hat als ich. Und ich fotografiere auch nicht, so dass ich die Beobachtung nicht bebildern kann. Aber gerade hat sich (ohne Futterstellen) eine neue Gartenart (Nr. 63) auf unserem Rasen sehen lassen: eine Rotdrossel.

 

Michael Hellwig

Weißstorch Jöllenbeck

Hallo,

gestern konnte ich im Norden Jöllenbecks diesen Weißstorch entdecken. Erst ruhte er und dann ging er auf dem Acker auf Nahrungssuche und fing Regenwürmer.

Ich frage mich, ob der spät dran ist, überwintern will, oder aufgrund von Alter oder sogar Vogelgrippe geschwächt zurückblieb. Eigentlich haben Weißstörche die Region fast komplett verlassen.

LG Holger