Infos zum Mäusebussard.

Ich kann ein paar Informationen zu dem von mir am 20.02. gesichteten Mäusebussard mit der Flügelmarke teilen.

Mäusebussard „4S grün“ wurde am 08. Juni 2023 als Küken südlich von Riemsloh / nordwestlich von Bielefeld beringt.

Es handelt sich um ein Männchen an der Grenze zwischen heller und mittlerer Gefiedermorphe.

Er wuchs in einer 3er-Brut als jüngstes Küken mit einem etwas älteren Bruder und einer etwas älteren Schwester auf.

Danke an Professor Dr. Oliver Krüger & Team, der Universität Bielefeld für die Infos und ihre unermüdlichen Forschungsarbeiten!


MfG L.E.

7 Gedanken zu „Infos zum Mäusebussard.

  1. Servus,

    mal wieder sehr gut abgelichtet. Weiß jemand, ob diese Art der Markierung ein Standard-Verfahren ist? Für mich wirkt das irgendwie falsch auf dem Flügel und bei dieser Größe der Markierung (kenne mich aber auch nicht aus).

    vg

  2. Danke dir.

    Ich habe mittlerweile dutzende Mäusebussarde und Rotmilane mit diesen Flügelmarken gesehen. Noch nie ist mir ein Vogel untergekommen, der versucht hat diese loszuwerden oder irgendwie ins Gefieder einzusortieren.

    Meine Meinung ist, das es sie nicht stört.

    Prof. Dr. Oliver Krüger und sein Team nutzen diese Methode und ich konnte bisher keine Infos zu anderen Forschungsprojekten finden.

    MfG L.E.

  3. Genau. Diese Markierungen macht die Gruppe um Prof. Krüger schon viele Jahre lang und wohl schon tausende Vogel wurden markiert. Sie werden als Jungvögel markiert, wachsen gewissermaßen damit auf. Über die Ablesungen erhalten die Bielefelder Biologen wertvolle Informationen über die individuellen Biographien der Tiere.
    Danke an L.E. für die Infos und das sehr gute Foto.

  4. Der Bericht über die Geier spricht allerdings explizit von „falsch plazierten“ Markierungen.

    Heute im Enger Bruch kreisten 5 Mäusebussarde zusammen am Himmel und schraubten sich in der Thermik nach oben.

    Wie immer, schnell mal jeden einzelnen Vogel ablichten, auch wenn sie viel zu hoch fliegen. Einer hatte eine blaue Flügelmarkierung, die leider nicht ablesbar war.

    Der Vogel hatte keine Mühe, mit den anderen 4 mitzuhalten!

    Mein Vertrauen in die Arbeit rund um Prof. Dr. Krüger ist weiterhin sehr hoch, habe ihn mal „live“ bei einem Vortrag über die Untersuchung bezüglich Windenergieanlagen und die Auswirkungen auf Greifvogelpopulationen erlebt.

    MfG L.E.

  5. Nicht ganz: der Artikel nimmt fehlerhaft platzierte patagial tags, die Verletzungen verursachen, als Aufhänger am Anfang. Im abstract vom Original heißt es: Individuals equipped with patagial tags were less likely to fly, travelled shorter distances and flew slower compared to individuals equipped with leg bands. Und in ihrer discussion vom kompletten Artikel schreiben die Autoren „…we suggest that patagial tags, even when properly attached, decrease the birds‘ fly performance, likely increasing the probability of grounding.“
    Freundliche Grüße
    Marcus

  6. Ich akzeptiere natürlich jede Kritik, ganz besonders wenn es um den Schutz unserer gefiederten Freunde geht, aber ich glaube hier steht die Forschung über den ggf. möglichen Beeinträchtigungen einzelner Individuen.

    Ich habe auch schon mal einen Todfund eines Mäusebussards mit Flügelmarken gehabt.

    Dieser war allerdings Opfer, wie schon zich dutzende andere Sichtungen, des täglichen Straßenverkehrs.

    Angebot: Ich tausche Flügelmarken gegen weiteren Windradausbau!

    MfG L.E. 😉

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